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Wietze Das Rätsel der Zweier- und Dreierreihe
Celler Land Wietze Das Rätsel der Zweier- und Dreierreihe
14:45 16.05.2018
Von Jürgen Poestges
Regisseur Gerhard Weber (rechts) und Chorleiter Axel Ladeur (Dritter von links) bei den Stellproben des Wietzer Männer- und Frauenchors zum Stück „Ölfieber“ des Celler Schlosstheaters im Erdölmuseum. Quelle: Oliver Knoblich
Wietze

„Jetzt, in der Zeit vor der Premiere, treffen wir uns jeden Abend“, erzählt Ladeur, dessen Urgroßvater zur Wietzer Hoch-Zeit den ersten Friseursalon in Wietze eröffnet hat.

Am Dienstag beschäftigte sich Regisseur Gerhard Weber ausschließlich mit dem Chor. „Ihr habt das beim ersten Durchgang gestern sehr gut gemacht. Aber es gab ein paar Änderungen, diese wollen wir heute mal durchgehen“, sagt Weber.

Es gibt Dinge, über die man sich als Zuschauer keine Gedanken macht. Wie stellt sich der Chor auf der Bühne auf? In Zweier- oder Dreierreihe? Und wie treten die Sänger von Bühne wieder ab? Wohin gehen sie dann und wie stellen sie sich dort auf? „Auf der Bühne wirkt die Zweierreihe besser. Und nach dem Lied wartet ihr zwei Sekunden, dann geht ihr runter“, weist Weber an. Und neben der Bühne gruppiert sich der Chor dann am besten in Dreierreihen. „Da muss mehr Platz sein, weil die Schauspieler dort durch müssen.“

Marlies Ollenhausen singt eine Alt-Stimme im Wietzer Chor. „Es macht großen Spaß, einmal hinter die Kulissen einer Theaterarbeit zu schauen“, sagt die 71-Jährige. „Vor allen Dingen ist es faszinierend, zu sehen, wie sich die Schauspieler immer in die richtige Stimmung für eine Szene bringen können.“ Nervös sei sie eigentlich nicht mehr. „Zu Beginn der Proben war ich das schon. Aber vor der Premiere wird es vielleicht noch einmal anders.“

Weber ist voll des Lobes für die Sänger. „Sie sind mit Herzblut dabei. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten. Und sie ziehen sehr gut mit. Einige Sänger spielen sogar noch die Rolle von Ölarbeitern.“

Auch für den Regisseur schließt sich in Wietze ein Kreis. Denn er hat nicht nur schon einmal mit Andreas Döring, dem Schlosstheater-Intendanten und Autor des Stückes, zusammengearbeitet, sondern auch mit Axel Ladeur. Das „Triumvirat“ kennt sich von einem gemeinsamen Projekt vor ein paar Jahren in Hannover.

Björn Thümler, der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, hat am Montag das Deutsche Erdölmuseum in Wietze besucht.

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Ohne eine weitere Finanzspritze geht es nicht: Bei der Sanierung des Hallen- und Freibads in Wietze ist ein Mehrbedarf in Höhe von 141.000 Euro aufgelaufen. Dabei hatte der Gemeinderat erst im Juli 2017 zusätzliche Mittel für das mittlerweile seit zwei Jahren laufende Bauprojekt genehmigt.

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Es dürfte das letzte Kapitel in der nahezu unendlichen Geschichte um den Wietzer Bürgersaal gewesen sein: Am Donnerstagabend hat der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Hornbostel endgültig Ja zum Bürgersaal im neuen Rathaus gesagt. In namentlicher Abstimmung votierten 13 Ratsmitglieder für die große Lösung, sechs stimmten dagegen. Nach dem gültigen Ratsbeschluss vom Februar 2017 und dem gescheiterten Bürgerentscheid hat das Gremium somit unwiderruflich klargemacht, in welche Richtung die Rathaus-Reise nun gehen soll.

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