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Wietze Endgültiges Ja zum Wietzer Bürgersaal
Celler Land Wietze Endgültiges Ja zum Wietzer Bürgersaal
16:27 04.05.2018
Von Simon Ziegler
Wietze

Bürgermeister Wolfgang Klußmann wartete zu Beginn der Sitzung mit schlechten Nachrichten auf. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir keine Fördermittel erhalten", sagte der Verwaltungschef. Vergangene Woche hatte der Wietzer Rat die Entscheidung noch vertagt. Hintergrund war, dass auf einer Agrarministerkonferenz in Münster über weitere Fördermittel beraten wurde. Es gebe auch mehr Bundesmittel, "man konnte mir aber für den heutigen Tag keine Fördermittel zusagen", so Klußmann am Donnerstag.

Somit fehlt, wenn nicht noch eine überraschende Wende eintritt, rund eine Million Euro, mit der die Gemeinde fest kalkuliert hatte – jeweils 500.000 Euro für den Bürgersaal und den Umbau der Schule. Die Förderzusagen hatten in der über einjährigen Debatte eine große Rolle gespielt. Mitte April kam dann die völlig überraschende Nachricht, dass es keine Fördermittel geben wird.

Trotzdem entschied der Rat am Donnerstag, dass ein großer Bürgersaal und kein kleiner Ratssaal gebaut wird. Die CDU-Vondracek-Gruppe stimmte geschlossen dafür, auch Sabri Kizilhan aus der SPD-Fraktion votierte pro Bürgersaal. Die anderen Sozialdemokraten sowie Claus-Friedrich Schrader (Grüne) stimmten dagegen. Behcet Ersu (SPD) enthielt sich der Stimme.

"Wenn wir den Bürgersaal jetzt nicht bauen, dann machen wir es nie", sagte Dietrich Ziemke (CDU). Er erinnerte daran, dass die finanzielle Lage der Gemeinde heute viel besser sei als noch vor einigen Jahren. "Es geht darum, die Wietzer Mitte zu gestalten und mit Leben zu füllen", erklärte sein Parteikollege Cord Hoppenstedt.

Dass die Gegenseite ihre Meinung nach dem Fördermittel-Desaster nicht änderte, überraschte niemanden. "Mir missfällt es, dass wir Geld ausgeben für einen Bürgersaal, den wir nicht brauchen", sagte Schrader. "Egal ob mit oder ohne Fördermittel – wir sind aus grundsätzlichen Erwägungen dagegen", sagte Helmut Kersting (SPD).

Auffällig ist, dass sich die Wietzer Gemeinde-Politik mit dem Investment sehr schwer getan hat. Bürgermeister Klußmann richtete in seinem Schlusswort den Blick über die Grenzen Wietzes hinaus. "Andere Gemeinden entwickeln sich. Ich würde mir wünschen, dass wir in Wietze mehr Mut haben und an unserem Ziel, eine kommunikative Mitte zu schaffen, festhalten", sagte er – wohl mit Blick auf das rasante Tempo, das in Winsen vorgegeben wird. Aber nicht nur dort: In der Gemeinde Südheide wurde gestern ein neuer Veranstaltungssaal eingeweiht, der deutlich größer als der in Wietze ist. Eine vergleichbare Debatte oder gar einen Bürgerentscheid hat es in Hermannsburg und Unterlüß aber keineswegs gegeben.

Zu einer gemeinsamen Themen-Radtour am 1. Mai lädt die Gemeinde Wietze ein. „Klein Texas – von schwarzem Gold und wilden Pferden“ heißt die Radstrecke rund um Wietze, die am Dienstag eingeweiht wird. „Teilnehmer erwartet auf der 28 Kilometer langen Strecke die spannende Geschichte der Erdölgewinnung und viel Natur“, sagte Philip Daniel von der Wietzer Gemeinde-Verwaltung. Interessierte Radler sind eingeladen, an der Tour teilzunehmen.

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Die mit Spannung erwartete Sitzung des Wietzer Gemeinderates war am Dienstag schon nach 32 Minuten vorbei. Anders als geplant wurde nach dem Fördermittel-Desaster noch keine Entscheidung getroffen, ob der umstrittene Bürgersaal im neuen Rathaus nun gebaut wird oder nicht. Das Gremium vertagte sich um neun Tage. Die Entscheidung soll nun endgültig am Donnerstag, 3. Mai, fallen (19 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Hornbostel).

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