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Wietze Erdölmuseum setzt auf Kunst
Celler Land Wietze Erdölmuseum setzt auf Kunst
17:49 02.03.2012
Von Simon Ziegler
Martin Salesch im Erdˆlmuseum Wietze Quelle: Peter M¸ller
Wietze

Dann werden Kunstobjekte wie Gemälde und Grafiken mit Bohrtürmen aus dem Bestand des Museums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die zweite Sonderschau trägt den Namen "Oelheim 1883" und wird ab dem 1. September zu sehen sein. In dem kleinen Ort Oelheim bei Peine hatte Ende des 19. Jahrhunderts der erste Ölboom in Deutschland eingesetzt.

Im vergangenen Jahr kamen rund 14.000 Besucher ins Wietzer Erdölmuseum, ein paar mehr als im Jahr zuvor, sagte Salesch. Das ist allerdings kein Vergleich zu 2009, als knapp 19.000 Gäste kamen. Damals, 150 Jahre nach der ersten erfolgreichen Ölbohrung in Deutschland, wurde ein Besucherrekord aufgestellt.

Salesch hofft, in diesem Jahr zwei Förderprogramme anzapfen zu können. Sollten Anträge genehmigt werden, könnten 50.000 Euro aus Landesmitteln fließen, mit denen in die Bild- und Tontechnik investiert würde. Zudem versucht das Museum, über die Leader-Gruppe Aller-Leine-Tal an 80.000 Euro EU-Mittel zu kommen, um die Museumspädagogik zu verbessern.

Die größte Baustelle im Erdölmuseum ist aber der vor sich hin rostende große Bohrturm. Der 58 Meter hohe Bohrturm Nr. 70, gebaut 1961, steht seit 1986 auf dem Museumsgelände. An vielen Stellen frisst sich inzwischen der Rost ins Material, eine Imprägnierung ist dringend nötig. Ein Kostenvoranschlag ergab die unglaubliche Summe von 600.000 Euro, die in die Sanierung des Wietzer Wahrzeichens fließen müssten.

Doch die Nachrichtenlage hat sich etwas verbessert. Neue Einschätzungen von Restauratoren haben ergeben, dass der Turm für die Sanierung möglicherweise doch nicht komplett abgebaut werden muss, sagte Salesch. Er wartet jetzt auf ein offizielles TÜV-Gutachten, das ein Mitarbeiter der ITAG in Celle erstellen wird. Erst dann könne man abschätzen, wie teuer die Sanierung werde.