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Wietze Feuerflöhe experimentieren
Celler Land Wietze Feuerflöhe experimentieren
11:40 27.10.2017
Von Karin Dröse
Quelle: Karin Dröse
Wietze

Zuerst üben die Sechs- bis Zwölfjährigen, wie man ein Streichholz entfacht und eine Kerze anzündet. Die Größeren sind schon fit, aber für einige der Kleineren gibt es durchaus Berührungsängste. Mit viel Geduld und Unterstützung der Erwachsenen gelingt es schließlich jedem Kind, eine Kerze anzuzünden. Das ist Voraussetzung für weitere Experimente. Mit einer Metallzange halten die Kinder Holzwolle in die Flamme. Dass es dabei ganz schön heiß hergehen kann, merken diejenigen, die eine größere Menge Holzwolle entzündet haben, schnell. Lichterloh verbrennen die feinen Holzstreifen. Dass Stahlwolle, die man in die Flamme hält, rot glüht, ist beim zweiten Versuch zu sehen. Benzin lässt sich nicht mit Wasser löschen, erfahren die Kinder beim nächsten Versuch. Denn nun ermitteln die kleinen Forscher, wie es gelöscht wird.

Die Flamme eines Streichholzes kann in einem mit Wasser gefüllten Glas erstickt werden, oder mit Löschpulver. Doch nicht jedes Pulver ist dafür geeignet. Bärlauchsporen verbrennen explosionsartig. Dass Schaum zum Löschen geeignet sein kann, wird anschließend ausprobiert. Gläser mit entsprechenden Zutaten und natürlich Seifenlauge gibt es dafür. „Ich nehme einen Pinken“, ruft ein Mädchen, als Trinkhalme verteilt werden. Durch kräftiges Pusten entsteht schnell ausreichend Löschschaum, mit dem eine kleine Flamme erstickt wird.

Dann gibt es eine Theorieeinlage: „Welche Löschmittel kennt ihr?“, fragt Olaf Sevekow. „Wasser, Löschdecke, Schaum, Pulver“ kommt es von den Kindern zurück. „Man kann eine Flamme auch ersticken“, sagt ein Junge. Sofort wird das ausprobiert und ein Glas über ein brennendes Teelicht gestülpt. Langsam erlischt die Flamme. Auch mit Kohlendioxid-Gas (CO2) gelingt das Löschen: Die Kinder halten ein brennendes Streichholz in ein mit Gas gefülltes Glas, und das Feuer stirbt.

Dann schickt Olaf Sevekow die Feuerflöhe wieder auf den Hof. Zum Schluss zeigt er bei einer kleinen Feuerschau eindrucksvoll, dass Schaum auch brennen kann. Wie er diese Mischung hergestellt hat, bleibt sein Geheimnis.

Schlauch und Spritze kommen auch zum Einsatz: Mit dem Holzfeuerwehrauto können die Kinder richtig löschen. Schläuche ausrollen, anschließen und dann heißt es: Wasser Marsch. Ebenso wie bei den Großen.

Genau wie diese haben die Feuerflöhe einen Dienstplan. Alle 14 Tage sollen sie montags um 17 Uhr pünktlich am Feuerwehrgerätehaus sein. Am Montag, 30. Oktober, werden Laternen für den Umzug am 11. November gebastelt. Infos gibt es bei Olaf Sevekow, Telefon 0171-2784609.