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Wietze Filiz hat Leukämie: "Die Kleine ist eine Kämpferin"
Celler Land Wietze Filiz hat Leukämie: "Die Kleine ist eine Kämpferin"
21:17 28.10.2016
Seit zehn Tagen liegt die kleine Filiz im Krankenhaus. Tapfer erträgt sie die Chemotherapie. Ihre Eltern wachen Tag und Nacht an ihrem Bett.   Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Hornbostel

Die 15 Monate alte Filiz hat Krebs – Leukämie. „Ein Moment, in dem die Welt stehen bleibt und das eigene Leben auf einen Schlag nicht mehr dasselbe ist“, beschreibt Filiz' Großmutter Susanne Schwierzeck den Moment, als die Diagnose kam.

„Filiz ist ein quietschfideles Mädchen. Mit ihrem Zwillingsbruder hat sie für ordentlich Wirbel gesorgt“, lacht die Großmutter, die aus Hornbostel stammt. Umso schlimmer ist der Anblick des zierlichen Mädchens, das nun in einer Hamburger Klinik bereits zwei Operationen über sich ergehen lassen musste. „Die Kleine ist eine Kämpferin“, betont Christina Wolber aus Meißendorf. Unterstützung bekommt die junge Familie von zahlreichen Freunden und Familie aus dem Celler Westkreis.

Wolber ließ keine Minute verstreichen, als sie von der schrecklichen Nachricht über die Erkrankung von Filiz hörte, und organisierte Hilfe: „Sie kämpfen in Hamburg um das Leben von Filiz und wir kämpfen hier in Celle“, betont die Meißendorferin. Mittlerweile ist ein Spendenkonto auf einer Internetplattform eingerichtet. „Es sind auch schon zahlreiche Sachspenden eingegangen. Spieluhren, Gute-Nacht-Geschichten und schöne Hosen. Die Beteiligung fremder Menschen für die Kleine rührt zu Tränen“, so Wolber.

Die junge Mutter war im März vergangenen Jahres von Hornbostel nach Hamburg gezogen, da ihr Partner dort an der Bundeswehr-Universität studiert. „Jetzt, wo die Zwillinge da sind, wollten sie in Hornbostel ein Haus bauen“, erläutert die Großmutter. Doch mit der Erkrankung habe sich alles schlagartig geändert. „Ramona wacht Tag und Nacht am Bett von Filiz, liest ihr Geschichten vor und hält ihre Hand“, so die 56-jährige Hornbostlerin. Doch auch ihre Tochter benötige seelische Unterstützung und so habe der Vater von Filiz sein Studium unterbrochen. „Er bekommt kein Elterngeld mehr, da der Bezugszeitraum überschritten ist“, sagt die Großmutter. So zehre nicht nur die Erkrankung an den Nerven der jungen Familie, sondern auch die finanzielle Not. Sorgen macht sich die Großmutter auch um Louis, Filiz' Zwillingsbruder. „Er stand vor ihrem Foto und zeigte darauf“, sagt Schwierzeck traurig.

Ganz tapfer erträgt das kleine Mädchen die Chemotherapie. Jedoch fällt ihr das Atmen schwer, da ihr Hals angeschwollen ist. Durch einen Tubus wird ihre Atmung künstlich unterstützt. Obwohl sie sich im „Schlummerschlaf“ befindet, hält sie die Hand der Mama ganz fest, als wolle sie sagen: „Ich lasse nicht los“.

Es ist ein Spendenkonto unter https://www.leetchi.com/c/soziales-von-filiz eingerichtet. Auf der Facebook-Seite „Ein Leben für Filiz“ wird regelmäßig über Filiz' Zustand berichtet.