Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Wietze Filmstars drehen in Wietzer Villa
Celler Land Wietze Filmstars drehen in Wietzer Villa
09:28 19.04.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Wietze

Bei dem Film spielt die erste Liga der deutschen Schauspieler mit: Zum Beispiel Esther Schweins, Johanna Gastdorf oder Harald Schrott, die aus vielen Film- und Fernsehproduktionen bekannt sind. In dem Doku-Drama stehen vier Frauen im Mittelpunkt, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Großbritannien, Frankreich und Deutschland leben. Für ihre politischen Ziele werden sie verspottet, eingesperrt und gefoltert. Beirren lassen sie sich nicht. Sie stehen an der Spitze eines leidenschaftlichen Kampfes tausender Frauen um das Wahlrecht. Im Fokus steht der Zeitraum zwischen 1905 und 1919. „Ich habe vier unterschiedliche Frauen rausgesucht. Jede hat einen eigenen Blick auf die Wahlrechtsbewegung. Beeindruckend ist der Mut dieser Frauen“, so Baumeister.

Die Dreharbeiten in Wietze seien sehr gut gelaufen. „Das ist eine schöne Location“, sagt die Regisseurin über das idyllische Grundstück, auf dem Hühner frei herumlaufen. Die Villa Steinförde gehört Erika Wolter, die seit 1981 in dem großen Haus lebt. Jetzt muss die 78-Jährige die Villa verkaufen, die Gesundheit macht nicht mehr mit. Die Filmcrew war über das Internetportal Immobilienscout auf die Villa aufmerksam geworden. Für Erika Wolter waren die drei Tage ein großes Abenteuer. „Ich habe festgestellt, es ist kein Stein auf dem anderen geblieben. In einem Raum haben sie sogar neu gestrichen“, sagt die Seniorin, die 36 Jahre ein Antiquitätengeschäft in Celle betrieben hat. Bereut hat sie den Filmdreh keineswegs. Sie habe „sehr nette Leute“ kennengelernt.

Am Set in Wietze waren unter anderem Johanna Gastdorf und Harald Schrott dabei. Gastdorf spielt Anita Augspurg, eine lesbische Frau, die mit ihrer Partnerin den ersten Frauenwahlrechtsverein in Deutschland gründet. „Es ist toll, wenn man so eine mutige Frau spielen darf. Anita Augspurg war eine sehr schillernde Persönlichkeit.“ Der Film nimmt auch Bezug zur Gegenwart. Im neuen Bundestag sitzen mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen. In Dax-Vorständen dominieren klar die Männer. Und die MeToo-Debatte hat gezeigt, wie verbreitet sexuelle Gewalt an Frauen ist.

Der Tenor ist klar: Nur weil das Frauenwahlrecht heute eine Selbstverständlichkeit ist, bedeutet das nicht, dass Gleichberechtigung genauso selbstverständlich ist. In den vergangenen 100 Jahren habe sich manches verändert, vieles sei aber noch genauso wie damals, bemerkt Johanna Gastdorf. „Lesbische Paare sind erst in den letzten zehn Jahren in der Gesellschaft angekommen“.

Energieversorger unterstützt Museum: Die Celle-Uelzen Netz GmbH (CUN), ein Tochterunternehmen der SVO, hat dem Deutschen Erdölmuseum in Wietze einen hölzernen Mast für den Erhalt eines ehemaligen Ölförderturms zur Verfügung gestellt. Dachdeckermeister Walter Hesse aus Wietze half gestern unentgeltlich bei der Montage des Mastes.

Simon Ziegler 11.04.2018

Das Surfbrett unterm Arm und immer den Wellen nach – ein Traum für viele Surfer. Nina Eickhoff aus Wietze erfüllt sich diesen Traum. Sobald der Urlaub vor der Tür steht, geht es mit dem eigens umgebauten Van „Henry“ auf Surftrips um die Welt. Bislang fuhr die 35-Jährige in Länder wie Frankreich, Spanien oder Portugal.

Nadya Sevik 05.04.2018

Der neue Wietzer Kindergarten wird am Gochermannsweg in Nachbarschaft zum Schwimmbad gebaut. Auf den Standort hat sich am Dienstagabend der Wietzer Gemeinderat festgelegt. CDU und SPD stimmten für diesen Standort, zwei Gegenstimmen kamen von den Grünen.

Simon Ziegler 14.03.2018