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Wietze Flotter Sport für Hund und Mensch in Wietze
Celler Land Wietze Flotter Sport für Hund und Mensch in Wietze
22:53 18.05.2014
Klaus Köder schickt seinen Altdeutschen Hütehund Flynn über den Sprung.  Quelle: Alex Sorokin
Wietze

Pudel, Terrier, Border Collie, Mischling, sie alle hatten am Wochenende auf dem Platz des Polizeihundesportvereins Wietze nur eins im Sinn: Den Agility-Parcours schnell und möglichst fehlerfrei zu überstehen und dabei genau auf Herrchen oder Frauchen zu achten, um das richtige Hindernis anzusteuern. Denn mit Zahlen an den Hindernissen können die Hunde wenig anfangen, die müssen ihnen die Menschen „übersetzen“.Der Parcours wird ohne Leine und ohne Halsband absolviert, damit sich die Hunde nicht verletzten. Deshalb ist auch Voraussetzung, dass die Tiere vor dem ersten Start eine Begleithundprüfung ablegen, damit sie auf Kommando hören und bei der Sportausübung nicht zu einem vielen Vierbeiner rings um den Platz abbiegen. Damit haben die „Sportler“ unter den Hunden ein Mindestalter, außerdem brauche es etwa zwei Jahre, bis aus Mensch und Hund ein Team geworden ist, das gemeinsam Agility betreiben kann, meint Angelika Thom aus Celle vom Agility Club Aller-Leine, der am Sonnabend die Landesmeisterschaft im Agility und am Sonntag den Niedersachsen Heidecup 2014 ausrichtete.Einige Hunde bewältigen die Aufgabe laut bellend, bei anderen sind nur die Kommandos von Herrchen oder Frauchen zu hören. Leckerlies sind auf dem Parcours und in der Startzone nicht erlaubt. Agility ist nicht nur was für junge Hüpfer. Mischling Nike ist schon zehn Jahre alt, Halterin Hildegard Müller-Stolz ist 60.Richter war am Sonnabend Peter Bultmann aus Nienburg, er hatte den Parcours gestellt und wachte während des Wettbewerbs darüber, dass die 22 Hindernisse in richtiger Reihenfolge und von der richtigen Seite angelaufen werden, beim Slalom keine Stange ausgelassen und die Hunde bei Wippe, Wand oder Steg die Kontaktzone am Ende betreten und sich nicht durch einen Sprung entziehen. An Start und Ziel wird über Lichtschranken die Zeit genommen, sie ist entscheidend bei mehreren fehlerfreien Teilnehmern.Vor dem Start dürfen sich die Teilnehmer den Parcours ohne Hund anschauen und einprägen. Denn von ihren Kommandos, ihren Fingerzeigen und ihrer Körpersprache hängt es ab, dass der Hund die richtige Reihenfolge einhält. Die Vierbeiner sind mit fünf Metern pro Sekunde zu schnell für die Menschen, die deshalb ihre Tiere „schicken“, um ihre eigenen Wege zu verkürzen. Wird ein Hindernis ausgelassen, kreuzt der Richter die Arme und das Team ist disqualifiziert.Als Landessieger sind Anne Steiner aus Bad Münder mit Mischling Bozka sowie Michael Müller aus Brome mit Australian Shepherd Pig Pen für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Von Joachim Gries