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Wietze Französische Klänge in Wieckenberg: Klaviersoirée mit Katharina Treutler
Celler Land Wietze Französische Klänge in Wieckenberg: Klaviersoirée mit Katharina Treutler
18:03 17.07.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Wieckenberg

Zunächst spielte Treutler einzelne Sätze aus verschiedenen Sammlungen des französischen Barockmeisters Jean-Philippe Rameau. Sehr ausdrucksdicht und gekonnt klangfarblich abgetönt gelangen diese Wiedergaben, allerdings fehlte ein wenig die Raffinesse im Melodischen und Rhythmischen. Das lag am doch etwas starken Pedalgebrauch, teilweise aber auch daran, dass die so begabte Musikerin hier phasenweise noch etwas angestrengt und somit weder technisch noch innerlich frei wirkte. Die anschließenden Ravel-Stücke gelangen dann umso besser.

Wunderbar weit und weich ausschwingend geriet die so bekannte „Pavane“, brillant, ohne oberflächlich zu wirken, gelangen ihr die „Barque sur l’océan“ und das „Alborada del gracioso“. Diese Wiedergaben bildeten einen ersten Höhepunkt des Abends. Auch die anschließenden relativ bekannten Debussy-Stücke gelangen Treutler gut, wobei da wieder ein etwas gezielterer Pedaleinsatz noch mehr Wirkung erzielt hätte.

Zum Abschluss des Programms hatte Treutler dann noch Raritäten herausgesucht: Werke von César Franck. Schon der „Danse lente“ entführte die Zuhörer in eine Welt, die ganz anders war als alles an diesem Abend vorher Gehörte. Und „Prélude, Choral et Fugue“ wurde dann geradezu zu einer kleinen Sternstunde. Und das, obwohl es im Mittelteil eine Passage gab, in der Treutler doch etwas schwamm. Das war aber auch kein Wunder, liegt doch dieses Stück teilweise nicht gut in der Hand. Und das Stück ist technisch durchaus mit schwierigen Liszt-Stücken vergleichbar, während es musikalisch einen ähnlich langen Atem verlangt wie die großen Stücke von Johannes Brahms.

Überhaupt ist diese Musik in ihrer Anlage dem gleichzeitig klassizistischen und hochromantischen Brahms sehr nah, klingt manchmal aber harmonisch zugleich auch wie ein Vorgriff auf Reger. Das Ganze wirkt aber vom ersten Ton an so klangsinnlich, wie es eben nur Franzosen zu komponieren vermögen. Und man hört auch immer wieder die Faktur eines Orgelstücks dahinter. Gerade der mittlere Teil, dieser zerklüftete, in Einzelteile zerrissene, aber doch auch immer unter einen großen Gesamtbogen gestellte Choral, wirkte wie einer der drei Orgelchoräle von Franck, nur dass man am Klavier ohne die Möglichkeiten von Manualwechseln auskommen muss. Treutler spielte das mit einer perfekten Balance aus Klangsinn, struktureller Klarheit und Sinn für große Steigerungen. Und dabei so, dass man vom ersten Ton an gefangen genommen wurde von dieser Musik und von Treutlers Spielweise, die zwischen Zartheit und kraftvoller Emphase alles bot, was diese Stücke brauchten. Aber nie überzog sie dabei. Nie litt ihre hervorragende Anschlagskultur. Dass sie letztlich noch ein Stück des stilistisch zwischen Frankreich und Spanien, zwischen Satie und Albeniz beheimateten Basken Frederic Mompou als perfekt gelungene Zugabe spielte, das rundete das Konzert noch bestens ab.

Von Reinald Hanke

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