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Wietze Gemeinde Wietze investiert in Integration
Celler Land Wietze Gemeinde Wietze investiert in Integration
18:09 25.08.2017
Von Simon Ziegler
Wietze

Während der Flüchtlingskrise 2015 wurde in Wietze erstmals die Stelle eines Integrationsbeauftragten geschaffen. Damit sollte die Schnittstelle zwischen Verwaltung, Schutzsuchenden und ehrenamtlichen Helfern besetzt und die langfristige Integration von Flüchtlingen unterstützt werden. Auch der Umgang mit kommunalen Ämtern sollte Flüchtlingen sowie Menschen mit Migrationshintergrund erleichtert werden.

Nach rund zwei Jahren ziehen alle Beteiligten ein positives Fazit: „Die Stelle des Integrationsbeauftragten hat sich für Wietze sehr bewährt“, sagt Bürgermeister Wolfgang Klußmann. „Mit einem direkten Ansprechpartner in der Gemeinde wurden Probleme schneller gelöst oder konnten sogar ganz vermieden werden. Zudem hat sich gezeigt, dass der Integrationsbeauftragte nicht nur für die Flüchtlinge, sondern auch grundsätzlich bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund eine große Hilfe ist.“

Gemeint sind auch Menschen aus dem EU-Ausland, die in Wietze Arbeit gefunden haben – etwa im Schlachthof – und zugezogen sind. „Zwar sind bisher keine größeren Probleme durch die neuen Bürger aufgetreten, trotzdem wollen wir die Integration von Beginn an unterstützen“, so der Bürgermeister. Hinzu kommt, dass einige Flüchtlinge mittlerweile anerkannt sind und nun dauerhaft in Wietze bleiben.

Das Konzept soll die soziale und kulturelle Integration verbessern. Geplant sind Sprachkurse, eine Praktikumsbörse und die engere Vernetzung mit Ämtern und Institutionen im Landkreis. Außerdem soll das wöchentliche Treffen im Integrationscafé fortgeführt werden. Um die Ideen umzusetzen, wurde die Stelle des Integrationsbeauftragten nun vom Rat der Gemeinde Wietze entfristet und außerdem eine weitere halbe Stelle in den Stellenplan aufgenommen. Als Integrationsbeauftragte arbeiten derzeit Manoel da Silva und Afshan Ahmed.