Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Wietze Historischer Wietzer Löffelbohrer im Bomann-Museum aufgetaucht
Celler Land Wietze Historischer Wietzer Löffelbohrer im Bomann-Museum aufgetaucht
10:25 13.07.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Wietze

Bei Recherchen zur Erforschung der frühen Erdölförderung war Lütgert in Wietze auf das „Erbhofbuch“ der Bauernfamilie Thies aus den 1930er Jahren gestoßen. Darin befindet sich auch ein handschriftlicher Bericht aus der Feder des früheren Hofbesitzers Hermann Thies (1858-1937), der einen größeren Abschnitt der Entwicklung der Erdölindustrie im Ort gewidmet hat, berichtet Lütgert.

Dieser sei von besonderem Interesse, da Thies in der Pionierphase der Erdölwirtschaft Gemeindevorsteher war und daher tiefere Einblicke in die Ausweitung des Ölbetriebes hatte. Besonders spannend sei laut Lütgert der Hinweis auf ein vorindustrielles Bohrgerät. Thies schreibt dazu: „Zur Aufsuchung hatte man einen Hand-Löffelbohr, wovon wir auch bislang noch einen in Besitz hatten. Es war dieses Bohr 43 Zentimeter und hatte einen Durchmesser von 6,5 Zentimeter. Innen war dann eine Klappe, welche sich beim Herausziehen schloß und der Inhalt dann beim Herausziehen besichtigt werden konnte. In der Tülle dieses Bohrers wurde dann eine fast drei Meter lange Stange befestigt, welche dann als Bohrgestänge diente. Durch diese Stange waren dann etwa drei Löcher in verschiedenen Höhen gebohrt, zum Durchstecken eines Stockes zum Drehen des Bohrers. Dies‘ genannte Bohr habe ich dann im Jahre 1932 durch den Herrn Schulrektor Walsemann dem Museum in Celle zur Aufbewahrung übergeben.“

Lütgert fragte nach dieser Entdeckung im Bomann-Museum nach, ob sich das Exponat dort noch heute im Depot befindet. Dies war tatsächlich der Fall. Dort liegen in alten Kisten mehrere Löffelbohrer. Die Wietzer Herkunft konnte durch ein handschriftliches Etikett nachgewiesen werden, bestätigt Bomann-Museumssprecherin Hilke Langhammer. Der kurze Text klärt zudem darüber auf, dass solche einfachen Bohrgeräte „seit Ende des 17. Jahrhunderts in Gebrauch waren“, ergänzt Lütgert. 1932, als der Löffelbohrer von Wietze nach Celle gebracht wurde, muss er also bereits "museumsreif" gewesen sein.

Für das Wietzer Erdölmuseum ist die Rückführung an den Ursprungsort in jeder Hinsicht ein Gewinn: Die Einrichtung besitzt aus dieser Zeit bislang keine Ausstellungsstücke und kann seine Dauerausstellung somit um ein Original-Stück ergänzen. Die Museumsleute in Celle gewinnen der Leihgabe ebenfalls etwas ab. "Es ist auch für uns schön, wenn das Exponat gezeigt wird", sagt Langhammer. Es ist zudem nicht ausgeschlossen, dass im Depot des Bomann-Museums noch weitere Exponate der Wietzer Erdölgeschichte lagern. Diese im riesigen Museumsfundus aber zu finden, dürfte nicht einfach werden. Denn nicht alles ist so gut beschriftet wie der Wietzer Löffelbohrer von 1932. (siz)

Die Gemeinde Wietze hat konkrete Zahlen auf den Tisch gelegt: Die Neue Mitte soll 8,543 Millionen Euro kosten. Das gab Bürgermeister Wolfgang Klußmann bekannt. Darin enthalten sind der Neubau des Rathauses, der Umbau der Oberschule und die Gestaltung der Außenanlagen. „Vor eineinhalb Jahren waren wir nach der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung noch von 11,1 Millionen Euro ausgegangen. Jetzt liegen wir zweieinhalb Millionen darunter“, rechnete der Verwaltungschef vor.

Simon Ziegler 27.06.2018

Der Wietzer Teil der Straße Tannenpark im Wochenendgebiet Wacholderpark in Hornbostel wird erstmals ausgebaut. Das hat der Wietzer Gemeinderat am Dienstag endgültig entschieden. Somit ist klar, dass ein Teil der umstrittenen Straßensanierung umgesetzt wird. Der Winser Rat hatte vergangene Woche entschieden, dass der erste, etwa 300 Meter lange Teil der Straße nicht ausgebaut wird.

Simon Ziegler 27.06.2018

Es ist der Startschuss für das letzte Kapitel in der unendlichen Geschichte um Wietzes Neue Mitte: Am Mittwoch, 27. Juni, stellt die Gemeinde Wietze mit Planern und Architekten die fertigen Pläne für das neue Rathaus und den Umbau der Oberschule vor.

Simon Ziegler 25.06.2018