Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Wietze Immer mehr junge Leute fahren mit dem eigenen Van in Urlaub – auch Nina Eickhoff aus Wietze
Celler Land Wietze Immer mehr junge Leute fahren mit dem eigenen Van in Urlaub – auch Nina Eickhoff aus Wietze
18:52 05.04.2018
Von Nadya Sevik
Nina Eickhoff mit umgebauten Van auf Surftrips Quelle: Nadya Sevik
Wietze

Wenn sie mal nicht auf dem Meer turnt, ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projektmanagement an der Hochschule Hannover beschäftigt. Nebenbei ist Eickhoff ehrenamtlich als Gleichstellungsbeauftragte in der Gemeinde Wietze tätig. „Die Hälfte von mir ist immer im Ausland“, sagt Eickhoff. Seit fünf Jahren ist sie leidenschaftliche Surferin. Angefangen hat sie mit Windsurfen, aber Spaß hat sie eher am Wellenreiten. „Es ist ein schönes Gefühl, mit dem Brett unterm Arm zum Strand zu laufen und sich aufs Meer zu begeben“, sagt die Wietzerin. Mit 31 Jahren ging es für Nina Eickhoff für ein Jahr nach Byron Bay in Australien. Dort war sie im Reisebüro beschäftigt und konnte vor und nach der Arbeit ihrer Leidenschaft nachgehen.

Vor ein paar Jahren galt Camping oft noch als Senioren-Urlaub. Das hat sich grundlegend geändert. Mit dem Wohnmobil oder einem Kleinbus zu verreisen, ist unter jungen Leuten schwer angesagt. Viele – auch Nina Eickhoff – posten Bilder von ihren Reisen bei Facebook und Instagram.

Um auf Dauer flexibel zu sein, kam auch Nina Eickhoff auf die Idee, einen Van zu kaufen und ihn gemeinsam mit ihrem Vater umzubauen. Monate hat es gedauert, den Wagen mit Bett, Tisch, Schrank und vor allem Schubladen für Lebensmittel auszustatten. Seitdem geht es mit „Henry“ auf Reisen. Die ersten Fahrten in den Surfurlaub hat sie 2016 gemacht. Da ging es nach Frankreich, Spanien und Portugal. Gemeinsam mit einer Freundin, die ebenfalls mit ihrem Wagen unterwegs war, hatten sie nur ein Ziel: das Meer. „Das schönste Gefühl ist es, wenn ich das Meer vor mir habe und nichts anderes“, sagt Eickhoff. Für sie beginnt die Erholung, wenn sie am Steuer sitzt und losfährt.

Ganz ungefährlich sind solche Reisen nicht. Zu ihrem Glück ist der Surferin bisher nichts Schlimmes widerfahren, außer dass ihr Navigationssystem sie an andere Orte geschickt hat. „Wir waren in Spanien und sind in einem kleinen Dorf gelandet. Gott sei Dank waren einige Dorfbewohner vor Ort und haben uns den richtigen Weg gezeigt“, sagt Eickhoff. Ansonsten gab es problemlose Fahrten, „Henry“ hat nie gestreikt: „Ich musste an meinem Wagen noch nie etwas reparieren“, verrät Eickhoff. Auch beim Surfen ist sie vorsichtig. Nur ein Gedanke auf dem Meer bleibt oft nicht erspart: „Es gab mal eine Situation, in der ich für einen Moment dachte, dass ein Hai auf mich zukommt. Dabei war es nur ein Delphin“, erzählt die Wietzerin.

Viele Freunde beneiden die leidenschaftliche Surferin und stellen sich oft die Frage, wie sie alles hinbekommt. Für Eickhoff gibt es da nur ein Motto: „Man muss es einfach machen, ohne nachzudenken.“ Die schönsten Momente auf ihren Reisen hat die Wietzerin nicht nur auf dem Meer. Besonders die Eindrücke und die Menschen auf ihrem Weg begeistern sie enorm. Einsam ist sie nie: „Man ist nie alleine, nette Menschen treffe ich immer während meiner Reisen.“ So schön, dass sie oft mit dem Gedanken spielt, auszuwandern. Denn die Sehnsucht nach dem Meer ist sehr groß. „Für mich ist alles möglich, obwohl es mir schwerfallen würde, da mir meine Familie zu wichtig ist“, sagt Eickhoff.

Bereits am morgigen Samstag geht es wieder zum Wellenreiten – dieses Mal nach Portugal. Eigentlich war Dänemark das Ziel, aber aufgrund der Wetterlage gestaltet sich das Surfen dort schwierig. Für den Sommer ist dann wieder eine längere Reise durch Europa geplant. Was danach kommt, weiß die Wietzerin noch nicht: „Mal sehen, wo ich noch so hintreibe.“

Der neue Wietzer Kindergarten wird am Gochermannsweg in Nachbarschaft zum Schwimmbad gebaut. Auf den Standort hat sich am Dienstagabend der Wietzer Gemeinderat festgelegt. CDU und SPD stimmten für diesen Standort, zwei Gegenstimmen kamen von den Grünen.

Simon Ziegler 14.03.2018

Die in vielen kleineren Orten in der Bundesrepublik etablierte Konzertreihe „Weltklassik“
hat auch im Celler Raum einen attraktiven Standort gefunden. Es ist der Büchtmannshof im Wietzer Ortsteil Wieckenberg ganz in der Nähe der Stechinelli-Kapelle.

13.03.2018

Zum Saisonauftakt im Wietzer Erdölmuseum gibt es seit Donnerstag Architektur aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu bewundern. Einer Zeit, in der als Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs im bis dahin eher agrarwirtschaftlich geprägten Nieder­sachsen erste Industrie-Reviere entstanden. Museumsleiter Stephan A. Lütgert eröffnete die Fotoausstellung "Relikte" des "Netzwerks Industriekultur im mittleren Niedersachsen", die sowohl architektonisch und geologisch Interessierte als auch Hobbyfotografen anlockte. So kann sich Professor Jürgen Fertig, der die geophysikalische Ausstellung im Wietzer Erdölmuseum betreut, immer wieder aufs Neue für die Ästhetik von Industriebauten wie des Werksgebäudes der Gilde-Brauerei begeistern.

09.03.2018