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Wietze Jakobskreuzkraut auf Hornbosteler Hutweide soll weg: Helfer gesucht
Celler Land Wietze Jakobskreuzkraut auf Hornbosteler Hutweide soll weg: Helfer gesucht
16:47 07.06.2016
Von Christopher Menge
Hornbostel

„Da die Blütezeit im Juli/August ist, muss das Kraut im Juni, also vorzeitig, entfernt werden“, sagt die BUND-Vertreterin Annegret Pfützner. Die BUND-Kreisgruppe Celle möchte mit der Aktion den Einsatz des Pflanzengifts „Simplex“ vermeiden, da dieses nicht nur das Jakobskreuzkraut trifft, sondern vor allen Dingen auch sehr seltene und schützenswerte Wiesenpflanzen.

„Es gilt, die Chemiekeule zu vermeiden und deshalb bittet der BUND um die engagierte Hilfe von Naturschützern“, sagt Pfützner. Der BUND freut sich über Anmeldungen unter Telefon (05141) 931700. Ein zweiter Termin wird am Samstag, 25. Juni, ab 13.30 Uhr angeboten. Für die Aktion hat der BUND einige Unkrautstecher angeschafft. Auch das Niedersächsische Landesamt für Wasser, Küsten und Naturschutz (NLWKN) war bereit, einige Unkrautstecher zu beschaffen. Trotzdem empfiehlt der BUND den engagierten Naturfreunden und Gegnern des Chemieeinsatzes, eine markierte Grabegabel und auf jeden Fall Handschuhe mitzubringen.

„Die Pflanze soll inklusive Wurzeln mit einem Unkrautstecher so schonend wie möglich für die Grasnarbe herausgezogen werden“, sagt Pfützner, „der ehrenamtliche Einsatz für das Naturschutzgebiet Hornbosteler Hutweide wird häufiger erforderlich sein, denn die in der Fläche vorhandenen Samen sind fünf Jahre keimfähig.“ Langfristig soll deshalb auch geprüft werden, ob eine biologische Bekämpfung mit dem Einsatz von Raupen zielführend sein könnte. Die Raupen fressen allerdings nicht nur das Jakobskraut, das die Gesundheit der Wildpferde, Kälber und Heckrinder gefährdet. (me)