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Wietze Jungstörche in Jeversen tot
Celler Land Wietze Jungstörche in Jeversen tot
17:50 27.05.2015
Von Simon Ziegler
erster Storch im Landkreis Altencelle Quelle: Peter Müller (Archiv)
Jeversen

"Es gab einen Brutabbruch", sagte Weißstorchbetreuer Hans Jürgen Behrmann. Die Tiere sollen zehn bis zwölf Tage alt gewesen sein, als der Tod in der vergangenen Woche festgestellt wurde. Um Klarheit zu bekommen, wurde eine kleine Drohne eingesetzt, die Bilder vom Storchennest lieferte. Zuvor hatten die Eltern die Fütterung eingestellt.

Keine letzte Gewissheit gibt es über die Anzahl der toten Jungtiere. Nach Behrmanns Angaben seien zwei Tiere gesehen worden, es können aber auch drei gewesen sein. "Wir wissen nicht, woran sie gestorben sind", sagte er zur Ursache. Denkbar sei eine Schimmelpilzerkrankung der Atemwege.

Unterdessen hat am Samstag ein Altstorch ein etwa fünf Tage altes Junges in Thören aufgefressen. "In diesen Tagen wird in so manchem Storchennest die anfängliche Jungenzahl reduziert", schreibt Behrmann auf seiner Homepage. Dort seien aber weiterhin Junge im Nest. Grundsätzlich sei es bei Störchen so, dass "die Natur mit drei bis fünf Eiern vorlegt, von denen im Schnitt nur zwei flügge werden".

Besser sind die Storchen-Nachrichten aus Hambühren. Behrmann freut sich über eine komplette Neuansiedlung auf Hof Gudehus in Hambühren I: "Am 2. Mai ist ein Paar gekommen. Es besteht die Hoffnung, dass sie jetzt noch brüten." Damit setzt sich der Trend fort, dass zunehmend die Region von der Kreisgrenze Richtung Celle erstmals oder nach Jahrzehnten wieder besiedelt wird, so in Jeversen (ab 2008), Wolthausen (ab 2012) sowie Thören und Bannetze (2014).

Auch von anderen Standorten im Celler Westkreis gibt es erfreuliche Nachrichten. In Hornbostel seien drei Storchenjunge geschlüpft. In Winsen und Wolthausen wird der Schlupf Ende Mai, Anfang Juni erwartet. Insgesamt leben 15 Storchenpaare im Landkreis Celle.