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Wietze Keine Fördermittel: Wietzer Bürgersaal steht auf der Kippe
Celler Land Wietze Keine Fördermittel: Wietzer Bürgersaal steht auf der Kippe
15:34 20.04.2018
Von Simon Ziegler
Wird im neuen Wietzer Rathaus doch nur ein kleiner Ratssaal gebaut? Quelle: eblenkamp
Wietze

Für das Projekt „Neue Mitte“ hatte sich die Gemeinde Wietze um Fördermittel beim Amt für Regionale Landesentwicklung (ARL) beworben. Zwei Anträge der Gemeinde sahen vor, dass sowohl die Nachnutzung der ehemaligen Oberschule als auch der geplante Bürgersaal mit jeweils bis zu 500.000 Euro gefördert werden.

Beide Vorhaben erhielten in der sogenannten Einplanungsrunde des Zuwendungsgebers ein sehr gutes Scoring, verpassten jedoch knapp einen Förderplatz, sagte Bürgermeister Wolfgang Klußmann enttäuscht. Er hatte sich in der Diskussion um den Bürgersaal immer sehr zuversichtlich geäußert, dass die Wietzer Projekte gefördert werden. Von rund 50 eingereichten Projekten seien die Anträge für den Bürgersaal und den Umbau der ehemaligen Oberschule auf Platz 12 und 13 gelandet. Fördermittel erhielten jedoch nur die ersten 10 Plätze. Für Wietze sei es doppelt schlecht gelaufen: So stünden nicht nur weniger Fördermittel als ursprünglich erwartet zur Verfügung, sondern auch die Anzahl der Anträge fiel höher aus als angenommen.

„Nachdem mir die Entscheidung mitgeteilt wurde, habe ich sofort nach anderen Fördermöglichkeiten gesucht“, sagte Klußmann. „Letztlich müssen wir aber wohl akzeptieren, dass wir abgesehen von rund 100.000 Euro für die Außenanlagen keine weitere Förderung mehr für das Projekt ‚Neue Mitte‘ erhalten werden.“

Somit steht in der Sondersitzung des Gemeinderates der Bürgersaal erneut zur Debatte. Klußmann glaubt nicht, dass an dem Beschluss zur Nachnutzung der Schule nochmal gerüttelt wird. In dem Gebäude sollen Jugendtreff, Mensa, Bibliothek und Familienbüro untergebracht werden. „Alternative wäre, eine Schule leer stehen zu lassen“, sagte er.

Anders sieht es beim Bürgersaal aus. Die emotional geführte Debatte gipfelte im Bürgerentscheid. Im Februar stimmte zwar eine Mehrheit von 58,6 Prozent für einen kleinen Ratssaal. Das notwendige Quorum wurde aber nicht erreicht. Mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten hätten beim Bürgerentscheid für die kleine Rathaus-Lösung stimmen müssen. Am Ende fehlten den Anhängern der Ratssaal-Variante genau 146 Stimmen, so dass der Weg für den Bürgersaal offen schien. Wäre damals bekannt gewesen, dass keine Fördermittel fließen, hätte das Ergebnis womöglich anders ausgesehen.

Der Wietzer SPD-Chef Ingolf Klaassen, einer der Köpfe des Bürgerbegehrens, fühlt sich in seiner Auffassung bestätigt. „Wir waren schon vorher gegen einen Bürgersaal, jetzt sind weitere Punkte dazugekommen. Es ist das Gebot der Stunde, vom Bürgersaal Abschied zu nehmen. Die Gemeinde Wietze wäre gut beraten, darüber nachzudenken, ob man ganz auf einen Saal verzichtet“, sagte er gestern. „Das wäre ein Signal an die Bürger, dass man mit ihrem Geld sparsam umgeht“, so Klaassen. Einen SPD-Beschluss, auch auf einen Ratssaal zu verzichten, gebe es aber nicht. Ein Ratssaal soll etwa 150 Quadratmeter groß sein, ein Bürgersaal 250 bis 270 Quadratmeter. Während in einem kleinen Saal nur politische Sitzungen stattfinden sollen, ist die große Lösung auch für Veranstaltungen von Vereinen und für kulturelle Zwecke gedacht.

Spektakuläre Filmproduktion in Wietze: Drei Tage lang haben diese Woche Schauspieler in der Villa Steinförde gedreht. „Sie hatten keine Wahl“ heißt der Film, der im Herbst in der ARD und auf Arte gezeigt werden soll. „Im November blicken wir auf 100 Jahre Frauenwahlrecht zurück“, sagt Regisseurin Annette Baumeister, die auch das Buch zum Film geschrieben hat.

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