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Wietze Keine Krebszellen mehr: Filiz aus Hornbostel "geht es richtig gut"
Celler Land Wietze Keine Krebszellen mehr: Filiz aus Hornbostel "geht es richtig gut"
16:50 04.08.2017
Von Simon Ziegler
Auf dem Weg der Besserung: Bei der zweijährigen Filiz wurden keine Krebszellen mehr gefunden.  Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Wietze

Ganz übern Berg ist Filiz, die vor wenigen Wochen ihren zweiten Geburtstag gefeiert hat, aber noch nicht. Sie muss jeden Tag Medikamente nehmen, außerdem bekommt sie einmal im Monat Spritzen. Diese verträgt Filiz nicht besonders gut, aber das Positive überwiegt. "Wir sind mit der Intensivtherapie durch. Jetzt geht es um die Nachsorge", sagt Mutter Ramona. Filiz wird zu Hause betreut, regelmäßig finden Kontrollen statt. Kritisch sind die ersten fünf Jahre nach der Behandlung, ergänzt Großmutter Susanne Schwierzeck. Kommt der Krebs dann nicht zurück, hat Filiz, die in einer Hamburger Klinik behandelt wurde, es endgültig geschafft.

Im Moment freut sich die Familie, dass sich die Zweijährige so prächtig entwickelt. Ihre Haare wachsen wieder, sie hat laufen gelernt. Und sie beginnt zu sprechen. "Es geht ihr richtig gut. Filiz hat in ihrer Entwicklung gut aufgeholt, nachdem sie lange im Krankenhaus war", sagt die Großmutter. Im März 2018 soll die Erhaltungstherapie abgeschlossen sein. Gibt es keine Komplikationen, kann Filiz danach eine Kindertagesstätte besuchen. Das geht im Moment noch nicht, weil der Impfschutz durch die Chemotherapie weggefallen ist.

Eine Welle der Hilfsbereitschaft war im vergangenen Jahr durchs Celler Land gerollt, nachdem bekannt wurde, dass die kleine Filiz an Leukämie erkrankt ist. Bei einem Benefizspielt zwischen dem TuS Celle FC und dem FC Landtag wurden Spenden für die Familie gesammelt, die im Zuge der Erkrankung in finanzielle Not geraten war. Celles musikalisches Aushängeschild Moritz "Mutz" Hempel gab für Filiz ein Benefizkonzert.

Für die Familie ist es jetzt Zeit, Danke zu sagen. "Wir möchten uns bei allen Unterstützern, Spendern, Freunden und Verwandten bedanken", sagt Mutter Ramona, die dabei die Fußballer des TuS Celle wie auch die Landtagspolitiker und Mutz Hempel im Blick hat – ebenso wie alle anderen Menschen, die die Familie in der schwierigen Zeit unterstützt haben.

Derzeit lebt die Familie noch in Hamburg. Die junge Mutter war 2015 von Hornbostel in die Hansestadt gezogen, da ihr Verlobter dort an der Bundeswehr-Universität studiert. Doch das wird sich ändern. Die Schwierzecks zieht es zurück ins Celler Land. In etwa zwei Jahren will die Familie wieder nach Wietze ziehen.