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Wietze Kinder probieren sich beim SV Wieckenberg im Bogenschießen aus
Celler Land Wietze Kinder probieren sich beim SV Wieckenberg im Bogenschießen aus
16:01 27.06.2017
Nachdem die Kinder beim SV Wieckenberg die wichtigsten Regeln gelernt haben, probieren sie sich mit Pfeil und Bogen aus. Quelle: Stefanie Franke
Wieckenberg

Nachdem die neun Kinder die wichtigsten Regeln kennen gelernt hatten, probierten sie sich mit Pfeil und Bogen aus. Dabei stellten sie fest, dass die Präzisionssportart gar nicht so einfach ist, wie es zunächst den Anschein hat. Mit jeweils fünf Pfeilen ausgestattet, machten sich die drei kleinen Gruppen auf den Weg zu den Zielscheiben auf der Bogensportanlage Wieckenberg.

Aliah ist eine der ersten, die sich in der neuen Sportart versucht. Mit Hilfestellung von Martina Batel von der Bogensportgruppe des SV Wieckenberg legt sie den Pfeil in die richtige Position. Der Pfeil hat Federn in zwei verschiedenen Farben, wobei die einzelne andersfarbige Feder vom Bogen weg und in Richtung des Schützens zeigen muss. Einen Finger legt sie oberhalb des Pfeils an die Sehne, zwei weitere unterhalb. Dann zieht sie die Sehne soweit wie möglich zurück und lässt schließlich los, woraufhin der Pfeil treffsicher auf der dafür vorgesehenen Zielscheibe landet.

Nach und nach bekommen die Kinder ein Gespür für das Bogenschießen, bei dem es neben der richtigen Technik und Haltung besonders auf die Konzentration ankommt. Ein paar Schritte von Aliah entfernt stellt sich Moritz in Position: Sein Körper zeigt seitlich zur Zielscheibe. „Guck hin, wo du hinschießt, sonst schießt du mir noch einen Elch“, meint Jürgen Batel, der neben Martina Batel, Norbert Brill, Jeremia und Joshua Haase sowie Katharina Haase die Aktion ebenfalls betreut.

Hannah ist an diesem Nachmittag die einzige Linkshänderin. Mit der Unterstützung von Norbert Brill hat sie schnell den Dreh raus. Damit der Pfeil nicht herunterfällt und der Kraftaufwand stimmt, nimmt sie wie zuvor erklärt den Ellenbogen nach oben. Dann macht sie sich gerade, atmet tief durch, fixiert das Ziel und trifft genau die Mitte der Zielscheibe. „Nach einer Weile ist es schon ein bisschen anstrengend und man muss aufpassen, dass der Pfeil nicht herunterfällt, aber es macht sehr viel Spaß.“ Die Zwölfjährige ist so begeistert, dass sie das Bogenschießen in ihrer Freizeit gerne weitermachen möchte.

Um für Abwechslung zu sorgen, wird die Distanz nach einer Weile vergrößert. Außerdem werden bunte Ballons auf den Zielscheiben befestigt, welche die Kinder treffen müssen. Der Nachmittag vergeht dabei wie im Flug – fast schneller, als ein Pfeil durch die Luft sausen kann.

Von Stefanie Franke