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Wietze Klassische Weisen zu besinnlichem Advent
Celler Land Wietze Klassische Weisen zu besinnlichem Advent
11:28 17.12.2018
Dietmar Sanders und Johannes Nies (Piano) gaben auf dem Büchtmannshof ein vielseitiges Programm zu besten. Quelle: Doris Hennies
Wieckenberg

Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. So viel sei schon vorab zum adventlichen Konzert von Dietmar Sander und Johannes Nies in Wieckenberg festzustellen. Wo waren nur all die Zuhörer, die nach der letzten Runde der musikalischen Sonntagsreisen des Duos im Büchtmannshof die beiden mit der Bitte um ein weiteres, kurzfristig aufgestelltes Weihnachtskonzert bestürmten? So kamen die rund zwei Dutzend, die doch den Weg in die ehemalige Scheune gefunden hatten, zu einem sehr privaten Wohnzimmerkonzert.

Der Qualität tat das keinen Abbruch. Auf dem vielseitigen Programm stand nur eine kleine Auswahl von tatsächlichen Weihnachtsliedern – beinahe alle waren zum gemeinsamen Singen bestimmt. Das Konzert setzte sich ansonsten aus besinnlichen und auch fröhlichen Kompositionen und Weisen zusammen, die dem Duo „zum Advent und weihnachtlichen Sinn passend erschienen“. Ein lange verschollener Liedschatz, „Transeamus usque Bethlehem“, wohl schon aus dem 18. Jahrhundert, den der letzte deutsche Domkapellmeister in Breslau während des Zweiten Weltkrieges aus der belagerten Stadt nach Westdeutschland retten konnte, machte den Anfang. Der Bariton sang es mit deutschem Text, kraftvoll und einnehmend vor allem das sich „hochschraubende“ Gloria darin.

„Überirdische Ruhe und Gelassenheit“ spiegle das „Ombra mai fu“ aus Händels „Xerxes“ wider, so Sander, der wie gewohnt auf sehr launige Weise die Anmoderation der Werke übernahm. Sehr getragen und gefühlvoll dann seine Version des eigentlich für Countertenorstimme geschriebenen Stücks. Ein Ausflug ins Bach’sche Weihnachtsoratorium durfte nicht fehlen – „Großer Herr, o starker König“ und danach ein eher unbekanntes „Ave Maria“, umstritten Giulio Caccini zugeordnet. Festlich getragen ging der Konzertabend weiter, zwischen vertonten Texten – etwa von Thomas von Aquin – und bekannten Komponisten wie Purcell, Bach und Händel hatten sich Sander und Nies einiges einfallen lassen, was reduzierte Arrangements und neue Variationen betrifft.

Natürlich fehlten auch Abstecher in die Moderne nicht: „White Christmas“ oder „Winter Wonderland“ führten mit einem guten Schuss Jazz und Swing über den großen Teich und wieder zurück – nach Frankreich, denn auch hier gab es Komponisten und Stücke auszugraben und zu präsentieren. Immer wieder einmal griff Sander auch zur Violine: „Die vielen Geigenstunden sollen doch nicht fruchtlos bleiben.“ Vom Organisten des britischen Königshauses zum alpenländischen Volksgut mit „Es wird scho glei dumpa“ führte die musikalische Schlittenfahrt vorbei an „The First Noël“, mit ein paar Stopps für gemeinsame Lieder wie „Leise rieselt der Schnee“ und „Maria durch ein Dornwald ging“, auf die Zielgerade zum „O Tannenbaum“-Medley mit einem fröhlich ausklingenden „Jingle Bells“.

Von Doris Hennies

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