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Wietze Kleinod an der Aller: Neuer Pächter für Hornbosteler Hutweide gesucht
Celler Land Wietze Kleinod an der Aller: Neuer Pächter für Hornbosteler Hutweide gesucht
17:22 28.05.2018
Von Christian Link
Seit 2009 pflegen Heckrinder die Hutweide. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Hornbostel

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sucht derzeit einen neuen Kümmerer für das 75 Hektar umfassende Beweidungsprojekt. Auch der künftige Pächter soll die Hutweide durch eine Beweidung pflegen, die mit dem Naturschutz konform geht. Vorzugsweise soll er dabei eine Rinderrasse einsetzen, die für die extensive Weidehaltung geeignet ist. Eine Mischbeweidung mit Pferden sei ebenfalls denkbar.

"Die Wirtschaftsweise wird grundsätzlich durch die Naturschutzgebiets-Verordnung vorgegeben, deren Ziel die Erhaltung der historischen Hutelandschaft ist", so NLWKN-Sprecher Achim Stolz. Konkret betrifft das etwa die Düngung, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder die Grünlandpflege. Die Auswahl der Tierrassen oder die Beweidungsdauer und –intensität will der Landesbetrieb mit dem zukünftigen Pächter abstimmen.

„Hier stehen wir unterschiedlichen Modellen aufgeschlossen gegenüber und erhoffen uns von potentiellen Pächtern auch eigene konzeptionelle Vorstellungen", sagt NLWKN-Dezernent Danny Wolff aus Lüneburg. Der Leiter des Geschäftsbereichs "Regionaler Naturschutz" betont: "Es ist wichtig, dass ein späterer Bewirtschafter in eigener Verantwortung ökonomisch tragfähige Lösungen zur Erhaltung der schutzwürdigen Kulturlandschaft entwickelt." Wolff wünscht sich einen Landwirt für die Hutweide, der mit Extensiv-Rinderhaltung schon Erfahrung hat.

Biologisch wichtig: Die Hornbosteler Hutweide gilt als besonderes Kleinod und letzte typisch historische Hutlandschaft im Landkreis Celle. Jahrhundertelang hüteten hier die Dorfbewohner ihr Vieh, seit 2004 gelten 176 Hektar der Weidefläche als Naturschutzgebiet. Das Beweidungsprojekt startete 2009. NLWKN-Sprecher Achim Stolz sagt: "Der Erfolg der Beweidung mit Heckrindern und Przewalskipferden ist sichtbar". Mehr als 400 Pflanzenarten wachsen auf der Hutweide – 23 davon stehen auf der Roten Liste. Auch die Tierwelt profitiert. Stolz: "Zwölf im Landkreis Celle mittlerweile selten gewordene Vogelarten wie Neuntöter, Schwarzkehlchen, Rohrammer, Gelbspötter, Wendehals und Sumpfrohrsänger brüten hier."

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