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Wietze Kunst im Deutschen Erölmuseum
Celler Land Wietze Kunst im Deutschen Erölmuseum
10:15 21.03.2012
Kunst unterschiedlicher Epochen und Genres zeigt Museumsdirektor Martin Salesch im Deutschen Erdˆlmuseum Wietze Quelle: Lothar H. Bluhm
Wietze

Ein Picasso sei zwar nicht dabei, sagte Salesch mit leichtem Augenzwinkern, vielmehr vermitteln aber die 25 Lithographien, Acrylgemälde, Aquarelle, Kaltnadelstiche und Grafiken, die im Foyer und im Bistro Tank 184 ausgestellt sind, anschaulich die unterschiedlichen Sichtweisen der Künstler aus verschiedenen Epochen. Sei es die Lithographie „Touristen auf den Petroleumwerken in Ölheim in der Lüneburger Heide“ von Christoph Grote von 1883 oder seien es die beiden eindrucksvollen Acrylbilder von Heide Young, die sich nach 27 Jahren sehr emotional mit dem Grubenunglück von Lengede im Jahr 1963 auseinandersetzt. „Das ist eine ganz spannende Auswahl von Kunstwerken aus unserem Sammlungsbestand, die eine sehr interessante Bandbreite präsentiert, aber normalerweise nicht gezeigt wird“, betont Salesch. Die Werke sind zum Teil Auftragsarbeiten der Erdölindustrie, stammen aus Schenkungen an das Museum oder auch aus Museums-Ankäufen. Sie gewähren einen Einblick auf die vielfältigen Darstellungsformen und -möglichkeiten. Parallelen zum Beispiel zu Texten von Hermann Löns seien gelegentlich klar zu erkennen. Wie werden die Bohrtürme, wie die Landschaft dargestellt? Da erscheinen große Bohrturmkonstruktionen wie Kirchtürme.

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. August während der Öffnungszeiten des Deutschen Erdölmuseums in Wietze zu sehen.

Von Lothar H. Bluhm