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Wietze Museum plant Geo-Labor für Kinder
Celler Land Wietze Museum plant Geo-Labor für Kinder
16:42 15.06.2012
Im Deutschen Erdˆlmuseum wird ein Geo-Labor eingerichtet. Martin Salesch (Mitte) zeigt VGH-Regionaldirektor Peter Baresa und Stephan Schwerdtfeger Mˆglichkeiten auflerschulischer Arbeit. Quelle: Lothar H. Bluhm
Wietze

„Die wollen mehr als die herkömmlichen Führungen haben“, sieht Museumsdirektor Martin Salesch großes Potential: „Die wollen richtig im Labor arbeiten und eigene Projekte durchführen.“

Für Schüler ab der achten Klasse kann deshalb mit einem geplanten Geo-Labor ein außerschulischer Lernstandort geschaffen werden, den es nur im Erdölmuseum gibt. 25 bis 30 Schüler sollen künftig auf der Galerie des Museums einen sicheren Experimentierraum finden, in dem die Durchlässigkeit von Steinformationen herausgearbeitet und in dem aktuelle Themen wie Benzol oder Fracking sowie weitere Fragen der Geologie in Zusammenhang mit Erdöl und Erdgas beantwortet werden können. „Wir orientieren uns stark an den Lehrplänen der Schulen und bieten an, die schulische Arbeit in unserem Labor zu ergänzen“, unterstreicht Salesch das Vorhaben. Zwar sei das Deutsche Erdölmuseum schon Alleinstellungsmerkmal genug, denn immerhin gibt es enge Kooperationen mit dem Deutschen Museum in München und dem Überseemuseum in Bremen, aber mit dem geplanten Geo-Labor werde das Haus noch attraktiver. Aus dem gesamten norddeutschen Raum können sich Schulklassen anmelden.

Das Gesamtprojekt kostet rund 110.000 Euro, wobei wegen der Bedeutung des Vorhabens Zuschüsse aus dem Leader-Programm der EU erwartet werden. Die VGH-Stiftung unterstützt die Errichtung des Labors schon jetzt mit 6000 Euro. „Die jungen Besucher erlernen wissenschaftliche Methoden und können im Labor experimentieren“, sieht Peter Baresa, Regionaldirektor in Celle, den Ansatz. „Hier wird Heimatkunde erlebbar: Das Geo-Labor zeigt auf spannende Art einen wichtigen Teil der Regionalgeschichte und zur geologischen Entwicklung des Aller-Leine-Tals.“

Von Lothar H. Bluhm