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Wietze Photovoltaik-Park in Wietze geplant
Celler Land Wietze Photovoltaik-Park in Wietze geplant
17:38 30.03.2017
Von Simon Ziegler
Quelle: Patrick Pleul
Wietze

Gemeinde-Verwaltung und Politik können sich den Photovoltaik-Park offenbar gut vorstellen. Bürgermeister Wolfgang Klußmann sagte gegenüber der CZ, dass die Politiker in der gemeinsamen Sitzung von Wirtschaftsförderungs- und Infrastrukturausschuss „wohlwollend“ reagiert hätten.

Noch stehen die Überlegungen allerdings ganz am Anfang. Um den Photovoltaik-Park zu realisieren, müsste der Bebauungsplan geändert werden. Denn die Gemeinde lässt dort bislang eine solche Nutzung nicht zu, weil die Flächen für Betriebe freigehalten werden sollen, die auch Arbeitsplätze schaffen. Dass jetzt ein Umdenken einsetzt, liegt daran, dass auf den Grundstücken an der Industriestraße, die für den Photovoltaik-Park vorgesehen sind, früher nach Erdöl gebohrt wurde und noch immer Bohrlöcher im Boden sind. Die Befürchtung ist, dass „diese Löcher ausgasen könnten“, wie Klußmann sagt. Das Landesbergbauamt untersagt eine Überbauung im Umkreis dieser Löcher. Anders gesagt: Dort ist gewerblich kaum eine andere Nutzung möglich.

Arbeitsplätze werden in Verbindung mit dem Energie-Park in Wietze nicht entstehen. Auch die Gewerbesteuer spielt keine große Rolle. Zwar würde das Unternehmen eine Gewerbesteuer zahlen, doch nicht in einer Größenordung, dass ein Beitrag zur Haushalts-Konsolidierung geleistet wird, wie es im Rathaus heißt.

Interessant ist das Vorhaben aus einem anderen Grund: In Wietze gäbe es dann beinahe alle Formen der regenerativen Energien. Neben der Sonnenenergie im Gewerbegebiet die Windräder bei Jeversen, Erdwärme im Schwimmbad und die Forschungswasserkraftanlage in Hornbostel – und das alles vor dem Hintergrund der langen Wietzer Erdölgeschichte. „Im Aller-Leine-Tal wird das Ziel verfolgt, auf 100 Prozent regenerative Energien zu setzen. Wir hätten die Chance, das vermarktungstechnisch zu nutzen“, sagt Klußmann.

Dem Unternehmen Sunera schwebt vor, das Areal für einen Zeitraum von etwa 25 Jahren zu pachten. Zunächst muss geklärt werden, ob mit den Eigentümern der vier Flächen eine Lösung gefunden wird. Außerdem steht noch die Änderung des Bebauungsplans an. Die in Wietze erzeugte Sonnenenergie würde in das Stromnetz eingespeist werden.

Die Firma Sunera GmbH hat sich auf Sonnenenergie spezialisiert. Das Unternehmen plant, projektiert, finanziert und betreibt Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie, wie es auf der Homepage der Firma heißt. In Wietze könnte in absehbarer Zeit noch mehr umweltfreundliche Energie erzeugt werden.