Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Wietze Pläne zur neuen Ortsmitte in Wietze vorgestellt
Celler Land Wietze Pläne zur neuen Ortsmitte in Wietze vorgestellt
18:07 08.04.2016
Quelle: Michael Schäfer
Wietze

Das Projekt sieht einen Neubau westlich der Oberschule vor. Dieser zweigeschossige Baukomplex solle aus drei Gebäudeteilen bestehen, berichtet Hartmann, der gemeinsam mit seiner Kollegin Silvia Rohmann die Entwürfe für Wietze erstellt hat.

Zwei der drei Gebäudeteile würden im Erdgeschoss und ersten Stock die Arbeitsplätze der Verwaltung beherbergen. Der dritte Teil des Gebäudes solle das sogenannte Bürgerhaus werden. „Dort können das Bürgerbüro, das Ordnungsamt, ein Informationstresen sowie eine Fotokabine für Passfotos untergebracht werden. Geplant ist eine offene Glasfront hin zur Steinförder Straße“, erläuterte Hartmann.

Im ersten Stock des Bürger- und Rathauses sei unter anderem ein 150 Quadratmeter großer Saal geplant, der als Ratssaal und für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden könne. Durch mobile Trennwände sei er auch teilbar. Das Büro plane zusätzlich zur offenen Treppe einen Fahrstuhl, um das Haus behindertengerecht zu gestalten.

Ein Zuhörer aus dem Publikum bemängelte die Größe des Rats- und Bürgersaals. „Räume in der Größe gibt es genug in Wietze. Wir bräuchten einen größeren, dann würden auch häufiger größere Veranstaltungen stattfinden.“ Ein anderer Zuhörer entgegnete, dass die Summe von acht Millionen Euro schon sehr hoch sei. Ein noch größerer Saal würde noch mehr Geld kosten.

Gegenüber dem neuen Rathaus seien ein Wohnkomplex aus zwei Häusern für Geschäfte im Erdgeschoss und Wohnungen mit Fahrstuhl und Balkon im Ober- und Dachgeschoss sowie Parkplätze vor den Gebäuden geplant.

Der dritte Teil des Vorhabens betrifft die Umnutzung eines Traktes der Oberschule nahe des Rewe-Marktes. Klußmann berichtete, dass mit der Neugestaltung des gesamten Platzes gleichzeitig mehrere Probleme gelöst würden. In dem Oberschulgebäude werden beispielsweise die Bücherei, die DRK-Kleiderkammer und der Jugendtreff ein neues Zuhause bekommen. Außerdem solle dort die Mensa einziehen, die die Kinder der angrenzenden Grundschule nutzen können.

Architekt Hartmann schlug vor, Bücherei, Archiv und Mensa im Erdgeschoss und Jugendtreff und Kleiderkammer im Obergeschoss unterzubringen, doch dies fand bei den zuhörenden Bürgern wenig Zustimmung. Eine Bürgerin sagte, dass es unpraktisch sei, die Kleiderkammer im Obergeschoss zu platzieren, da dorthin oft schwere Säcke voller Kleidung transportiert werden.

Klußmann sagte, dass dies ein erster Entwurf sei, die genaue Ausarbeitung, was wo und wie groß sein werde, werde noch diskutiert. Durch die Anordnung der drei Gebäudekomplexe könne eine richtige Ortsmitte entstehen, wie es sich viele Bürger wünschen.

„Wir wollen unsere Planung für die Bürger transparent halten. Auf unserer Internetseite ist alles dargestellt. Anregungen nehmen wir mit in die Beratungen. Wir haben jetzt die Chance, unseren Ort zu modernisieren und sollten den Mut haben, uns neu aufzustellen. Die Bürger müssen die Mitte dann mit Leben füllen“, so Klußmann. Die finanzielle Situation Wietzes sei zudem deutlich entspannter geworden. „Wir haben in den kommenden Jahren einen gewissen Handlungsspielraum zurück“, so der Bürgermeister.

Von Jessica Poszwa