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Wietze Politisches Kabarett: Juretzko startet in den Wahlkampf
Celler Land Wietze Politisches Kabarett: Juretzko startet in den Wahlkampf
17:10 26.06.2011
Von Christoph Zimmer
Bürgermeisterkandidat von Wietze, Norbert Juretzko, startet mit politischen Abend in den Wahlkampf Quelle: Peter Müller
Wieckenberg

"Sie werden lachen, der meint es ernst", sagt der Bürgermeisterkandidat von Wietze zur Begrüßung. Im Dorfgemeinschaftshaus in Wieckenberg hat für den freien Einzelkandidaten der Wahlkampf begonnen.

Es widerspricht ihm, sich selbst zu beschreiben. Also lässt er es andere machen. Die Berliner Buchautorin und Fernsehjournalistin Elisabeth Herrmann, den Autoren und Filmemacher Wilfried Huisgen aus Bremen. Herrmann liest aus einem Buch, Huismann zeigt einen Film - in den Beiträgen geht es um die bewegende Vergangenheit von Juretzko. Beide haben den ehemaligen Agenten des Bundesnachrichtendienstes bei der Recherche kennengelernt. Er hatte einen Direktor des Bundesnachrichtendienstes als Doppelagenten entlarvt - und war danach ausgestiegen.

Aber das wissen die Besucher im Dorfgemeinschaftshaus in Wieckenberg schon. Was sie nicht wissen, ist, dass Juretzko ein leidenschaftlicher Kabarettist ist. Besonders wenn es um Politik geht. Gemeinsam mit dem Agrarwissenschaftler Albrecht Hoppenstedt aus Winsen führt er einen politischen Sketch auf. Ein Aktivist der Bürgerinitiative gegen den rothkötterschen Schlachthof hat einen Mann im Keller eingesperrt. Den Geschäftsführer? "Der gehört ins Sanatorium, nicht in den Keller", sagt Juretzko. Gelächter im Publikum. Rothkötter selbst? "Wir sind doch kein Wohlfahrtsunternehmen", meint Juretzko. Die anderen Bürgermeisterkandidaten, die anderen Parteien, der Landrat - alle werden hübsch pointiert. "Wolfgang Klußmann ist im Keller", bringt er am Ende doch noch Licht ins Dunkel. Wieso? "Er ist das geworden, was er nicht hatte werden wollen - Ministrant von Klaus Wiswe." Im Publikum wird gelacht - Norbert Juretzko meint es ernst.