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Wietze Polizei lobt Jugendarbeit in Winsen
Celler Land Wietze Polizei lobt Jugendarbeit in Winsen
17:10 28.03.2012
Von Simon Ziegler
Wietze

Anstieg der Straftaten in Hambühren und Wietze, deutlicher Rückgang in Winsen: Die Kriminalitätsstatistik 2011 im Celler Westkreis hat den Trend des vergangenen Jahres bestätigt. War Winsen in den Jahren zuvor als Brennpunkt verschrien, wo vor allem die Jugendgewalt immer wieder negative Schlagzeilen produzierte, gilt die Jugendarbeit in der Gemeinde inzwischen als vorbildlich.

Der Jugendpflegerin Britta Hesse gelingt es offenbar immer besser, Jugendliche für sinnvolle Projekte zu motivieren, Politik und Gemeindeverwaltung in Winsen wissen ihre Arbeit sehr zu schätzen. „Sie hat etwas bewirken können“, sagte jetzt auch der Wietzer Polizeichef Rüdiger Flader bei der Vorstellung der Statistik. Für die Jugendlichen gibt es heute mehr Angebote, beim Schützenfest oder dem anstehenden Ritterturnier werden sie eingebunden. Der für Jugendsachen zuständige Sachbearbeiter bei der Wietzer Polizei hat bestätigt, dass derzeit so gut wie nichts aus Winsen vorliege, so Flader. Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache: In Winsen wurden über 100 Straftaten weniger begangen als im Jahr zuvor.

Zur Polizeistation im Westkreis gehören die Gemeinden Wietze, Winsen und Hambühren. Die Beamten sind für rund 30.000 Menschen auf 275 Quadratkilometern zuständig. Insgesamt wurden 2011 in Winsen 591 Straftaten, in Hambühren 523 und in Wietze 489 Straftaten verübt.

Dass die Kriminalität in zwei der drei Gemeinden leicht gestiegen ist, führt Flader vor allem auf zwei Einzeltäter zurück. So wird ein 15-jähriger Intensivtäter aus Hambühren für eine Serie von Einbrüchen, Rollerdiebstählen, Brandstiftungen und etliche andere Delikte verantwortlich gemacht. Von bis zu 80 Straftaten ist die Rede. Der Heranwachsende sitzt inzwischen hinter Gittern. Er wurde vor wenigen Wochen in die Jugendanstalt Hameln überstellt. Die Polizei in Atem gehalten hat zudem ein 20-jähriger Mann aus einem Wietzer Ortsteil. Er soll zahlreiche Kupfer- und Kraftstoffdiebstähle begangen haben.

Schwerwiegende Gewaltdelikte gegen Personen hat es im vergangenen Jahr in keiner der drei Gemeinden gegeben. Polizeichef Flader räumt ein, dass mit 250 Straftaten „relativ viele“ Rohheitsdelikte festgestellt wurden. Darunter fallen Körperverletzungen, Familienstreitigkeiten und Raufereien unter Jugendlichen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist nahezu unverändert. Erfreulich ist der leichte Rückgang bei Fahrraddiebstählen von 107 im Jahr 2010 auf 89.

Ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit war erneut die Aufnahme von Unfällen. Durch das Gebiet im Celler Westkreis führen die Bundesstraße 214 sowie die drei Landesstraßen 180, 298 und 310. Die Beamten zählten im vergangenen Jahr 519 Unfälle, 41 weniger als im Jahr zuvor. Ein Unfall zwischen Bannetze und Winsen endete 2011 tödlich.