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Wietze Rewe schließt Markt in Wietze: 20 Mitarbeiter betroffen
Celler Land Wietze Rewe schließt Markt in Wietze: 20 Mitarbeiter betroffen
17:10 17.12.2013
Von Simon Ziegler
Ausverkauf: Vom Rewe-Aus in Wietze sind rund 20 Mitarbeiter betroffen.  Quelle: Anne Friesenborg
Wietze

Insgesamt waren im Wietzer Rewe rund 20 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Unternehmensangaben haben neun Festangestellte in der Filiale gearbeitet. Allen Mitarbeitern sei im Raum Celle eine neue Anstellung innerhalb der Rewe-Gruppe, zu auch Penny gehört, angeboten worden, erklärte die Sprecherin. "Wir räumen jetzt noch den Laden auf", sagte gestern Marktleiter Torben Hannecker.

Bürgermeister Wolfgang Klußmann bedauerte die Entscheidung des Konzerns. "Wir vom Rat können keine Arbeitsplätze sichern oder schaffen, wir können nur die Rahmenbedingungen schaffen, damit die Märkte Entwicklungsmöglichkeiten haben", verwies er auf das von der Wietzer Politik beschlossene Einzelhandelskonzept. Damit verbunden ist ein sogenannter zentraler Versorgungsbereich, wofür das Gelände westlich der Schule favorisiert wird. Denn nur dort genehmigt der Landkreis die Erweiterung eines Supermarkts, nicht aber am Ortsrand. An dem Standort in der Ortsmitte ist nach wie vor auch Rewe interessiert, denn die bisherige Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern war für den Markt unbefriedigend.

Für das Areal an der Schule hat sich der Projektentwickler May und Co. aus Itzehoe die Rechte gesichert. Verhandelt wurde mit Rewe und Edeka. Ende der Woche falle die Entscheidung, wer den Zuschlag erhält, sagte Jürgen Ravens, der bei der Firma für Wietze verantwortlich ist. Es könnte also sein, dass Rewe in Wietze eine größere Filiale eröffnen wird, sofern sich die Supermarkt-Kette gegen Edeka durchsetzen wird und die Gemeinde anschließend die Bauleitplanung umsetzt.

Für Bürgermeister Klußmann hätte diese Lösung "Charme", wie er sagte. Denn wenn Rewe in den Ortskern käme, gäbe es neben Edeka an der Bonifatiusstraße einen zweiten Vollversorger im Ort. Setzt sich hingegen Edeka durch, wäre das nicht der Fall und neuer Leerstand wäre die Folge. Allerdings liegt die Entscheidung nicht bei der Gemeinde.