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Wietze Schwimmbadsanierung in Wietze wird noch teurer
Celler Land Wietze Schwimmbadsanierung in Wietze wird noch teurer
18:43 15.05.2018
Von Christian Link
Die Badsanierung im Wietze dauert an: Ein Teil der im Sommer 2017 beauftragten Arbeiten sind bis heute noch nicht abgeschlossen. Quelle: Anne Friesenborg
Wietze

Grund für den erneuten Kostenanstieg ist offenbar fehlende Weitsicht beim zuständigen Planungsbüro. Dieses habe laut Verwaltung einige Arbeiten nicht vorhergesehen oder in den Ausschreibungen nicht erfasst. So habe das Büro beispielsweise Malerarbeiten im Bestand in Höhe von 15.000 Euro überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt.

Zu diesen „Missständen“ habe unter anderem auch der Wechsel des Bauleiters während der Bauphase geführt, heißt es im Fazit der Gemeindeverwaltung. Problematisch sei auch die Zusammenarbeit mit zusätzlichen Ingenieurbüros für die Erweiterung der Heizungsanlage und der Anbindung der Sporthalle gewesen.

Im März 2018 hatte die Gemeinde nach eigenen Angaben schon insgesamt 2,3 Millionen für die Sanierung eingesetzt, weitere 89.000 Euro sind fest dafür eingeplant. Der Mehrbedarf in Höhe von 141.000 Euro soll wie folgt aufgebracht werden: Von den Straßensanierungen im Schwarzen Weg und der Hunäusstraße sind noch 106.000 Euro übrig, die zwar im Haushalt eingeplant, aber nicht ausgegeben wurden. Die restlichen 35.000 Euro sollen im Nachtragshaushalt eingestellt werden.

Damit würde die Schwimmbadsanierung also letztlich 2,53 Millionen Euro kosten. Das ist weit entfernt von der ersten „groben Kostenschätzung“ im Februar 2013, bei der eine Arbeitsgruppe noch von rund einer Million Euro ausging. Als der Gemeinderat im Mai 2015 das Sanierungskonzept beschloss, rechneten die Planer bereits mit Ausgaben in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro.

Im Juni 2017 vermeldete die Gemeinde, dass man bereits rund 1,9 Millionen Euro für die Badsanierung ausgegeben habe und zusätzlich rund eine halbe Million Euro benötige. Daraufhin bewilligte der Rat zähneknirschend das Geld. „Grundsätzlich lag der Fehler in der Planerauswahl, die sich trotz guter Referenzen im Nachgang als schlecht erwiesen habe“, wird Bürgermeister Wolfgang Klußmann im Sitzungsprotokoll von damals zitiert.

Es dürfte das letzte Kapitel in der nahezu unendlichen Geschichte um den Wietzer Bürgersaal gewesen sein: Am Donnerstagabend hat der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Hornbostel endgültig Ja zum Bürgersaal im neuen Rathaus gesagt. In namentlicher Abstimmung votierten 13 Ratsmitglieder für die große Lösung, sechs stimmten dagegen. Nach dem gültigen Ratsbeschluss vom Februar 2017 und dem gescheiterten Bürgerentscheid hat das Gremium somit unwiderruflich klargemacht, in welche Richtung die Rathaus-Reise nun gehen soll.

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