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Wietze Verdienstkreuz für Jeversens ewigen Bürgermeister
Celler Land Wietze Verdienstkreuz für Jeversens ewigen Bürgermeister
17:27 21.06.2018
Von Simon Ziegler
Landrat Klaus Wiswe hat Dietrich Ziemke gestern das Bundesverdienstkreuz überreicht. Eines von vielen Projekten, für die er sich eingesetzt hat, war der Ausbau des Hirtenhauses in Jeversen. Quelle: David Borghoff
Jeversen

„Es ist schön, ich freue mich natürlich“, sagt Dietrich Ziemke ein paar Tage vor der Verleihung in seinem Wohnzimmer. Der Christdemokrat ist ein zurückhaltender Mensch, er macht kein großes Gewese um das Verdienstkreuz. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, sich für seine Heimat einzusetzen. Er sagt es so: „Wenn man etwas bewegen will, dann macht es keinen Sinn, zu Hause zu sitzen und zu kritisieren. Dann muss man sich engagieren.“

Er war 27 Jahre alt, als er in die Politik ging. „Ich bin angetreten, weil ich mich über die Politik der alten Herren geärgert habe“, erinnert sich Dietrich Ziemke – und muss selber lachen. Schließlich ist er heute älter als die Politiker, über die er sich damals mokierte. Als er 1973 erstmals für den Gemeinderat kandidierte, konnte er sich die Partei aussuchen. „CDU, SPD und WG kamen auf mich zu. Ich entschied mich für die CDU, weil da die besseren Leute waren.“ In seinem langen politischen Leben hat der Jeverser jede Wahl gewonnen. Nur einmal setzte es eine Niederlage, bei der Kreiswahl 2016. Ziemke schied nach 20 Jahren aus dem Kreistag aus.

Dietrich Ziemke kommt aus dem Posener Land. Im Januar 1945 flüchtete die Familie mit Pferden und Erntewagen Richtung Westen. Als der Tross am 15. Februar 1945 in Wietze ankam, wollte der Großvater nicht bleiben. Ihn zog es in ein „Bauerndorf“. So kamen die Ziemkes nach Jeversen.

Nach der Realschule entschied sich Dietrich Ziemke für eine Lehre bei der Dea zum Industriekaufmann. Nach ein paar Jahren wechselte er zu Volkswagen, wo er schließlich Karriere machte. Prägend war ein Auslandsaufenthalt in Mexiko. Zwischen 1986 und 1990 leitete er in der Millionenstadt Puebla die Beschaffungsdisposition im dortigen VW-Werk. „Es war harte Arbeit, hat aber viel Spaß gemacht“, sagt Dietrich Ziemke, der noch heute Spanisch spricht.

Privat fand Dietrich Ziemke sein Glück mit Renate, die er 1960 heiratete. Die zwei Söhne Detlev und Hagen wurden geboren. Heute freut sich der 81-Jährige über vier Enkelkinder.

Trotz aller Ämter und Aufgaben hat es Ziemke nie in den Vordergrund gedrängt. Manchmal konnte er wohl einfach nicht Nein sagen. 2016 zum Beispiel, da wollte er kein Ortsbürgermeister mehr sein. Als sich kein anderer fand, machte er es halt weiter. Auf ihn war immer Verlass. So war das beim Ausbau des Hirtenhauses zum Dorfgemeinschaftshaus, so war das, als Jeversen in den 70er Jahren Wasserleitungen bekam und so war das auch beim Ausbau der Kanalisation in den 80ern. „Ich konnte mitwirken“, sagt Ziemke bescheiden.

„Sie haben große Teile Ihres Lebens in den Dienst der Gesellschaft gestellt“, sagte Landrat Klaus Wiswe bei der Verleihung, „geradlinig und verlässlich“ habe er sich für Wietze und Jeversen eingesetzt.

Zeitlich hätte dieses Konzert in Wieckenberg kaum ungünstiger liegen können: Zwei Stunden später spielte in Celle das Celler Kammerorchester, parallel gab es mindestens zwei kulturelle Veranstaltungen im Landkreis und vor allem: Die deutsche Fußballnationalmannschaft begann zur gleichen Zeit ihr erstes Spiel in Russland.

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