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Wietze Wietze baut Schwarzen Weg aus
Celler Land Wietze Wietze baut Schwarzen Weg aus
17:56 27.09.2013
Schwarzer Weg Quelle: Anne Friesenborg
Wietze

Der Schwarze Weg in Wietze wird auf ganzer Länge saniert. Dabei werden der Regenwasserkanal und der Fußweg rückgebaut. Das hat der Rat der Gemeinde Wietze am Dienstag mit knapper Mehrheit von elf Stimmen bei neun Gegenstimmen beschlossen. Für die Sanierung stimmten die CDU/Vondracek-Gruppe und Bürgermeister Wolfgang Klußmann.

Dem Rat hatten mehrere Varianten zur Abstimmung vorgelegen. Die jetzt beschlossene Variante C sieht laut Kostenschätzung Ausgaben in Höhe von 614.000 Euro vor. Das Thema sei zum Teil emotional diskutiert worden, sagte Klußmann. Unter den Anliegern des Schwarzen Wegs seien auch Ratsmitglieder.

Auf den ersten Blick erscheine die jetzt beschlossene Lösung teuer, sagte Klußmann. Der Regenwasserkanal sei marode und drohe einzustürzen. Deswegen habe die Notwendigkeit bestanden, die Regenwasserentsorgung neu zu regeln. Da der Kanal nicht im Seitenraum, sondern unter der Straße liegt, wäre man nicht umhin gekommen, auch die Fahrbahn anzufassen. Sie sei sicherlich nicht so schadhaft wie die anderer Straßen in Wietze, aber auch schon 40 Jahre alt. Auch sei der Unterbau nicht mehr in Ordnung. Wäre jetzt nur geflickt worden, hätte man in zehn Jahren erneut über die Straße reden müssen.

Bei der vorangegangenen Anliegerversammlung waren Zustimmung und Ablehnung für den Straßenneubau nach Klußmanns Ansicht etwa ausgeglichen. „Ein Teil der Anlieger hat erkannt, dass es notwendig ist“, sagte der Bürgermeister. Die höheren Investitionen seien langfristig die wirtschaftlichste Lösung. Und nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz seien die Kommunen gehalten, wirtschaftlich zu handeln. „Das ist sinnvoll, wir reden über Steuergelder.“

Von den 614.000 Euro Gesamtkosten entfallen nach Angaben des Verwaltungschefs auf die Gemeinde knapp über 300.000 Euro. Die Kosten für die Fahrbahn muss die Gemeinde zu 60 Prozent übernehmen, weil der Schwarze Weg eine Anliegerstraße mit starkem überortlichen Verkehr ist, die Oberflächenentwässerung wird zu je 50 Prozent an Anlieger und Gemeinde umgelegt. „Das ist schon ein Schluck aus der Pulle“, sagte Klußmann.

Einstimmig votierte der Rat für einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Sie hatten gefordert, beim Landkreis Celle eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 50 auf der Nienburger Straße zwischen dem Ortsausgang Wietze und dem ersten Kreisel zu beantragen. „Eigentlich hatte sich das schon erledigt“, sagte Klußmann, denn die Verwaltung hatte bereits einen entsprechenden Antrag an den Landkreis gerichtet. Es sei auch nicht einsichtig, dass zwischen dem neuen und dem alten Kreisel Tempo 50 ausgeschildert sei und dann bis zum Ortseingang wieder Tempo 70 gelte. Mit dem jetzigen Votum des Rates soll der Antrag der Gemeinde untermauert werden. Klußmann wies darauf hin, dass der Landkreis zuständig sei, im Verfahren aber auch die Polizei und die Straßenbauverwaltung in Verden angehört werden.

Joachim Gries

Von Joachim Gries