Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Wietze Wietze denkt über Familienzentrum nach
Celler Land Wietze Wietze denkt über Familienzentrum nach
17:06 15.08.2017
Von Simon Ziegler
Wietze

Die Wietzer CDU-Fraktion hatte im Februar beantragt, dass der konkrete Bedarf für ein Familienzentrum ermittelt werden soll. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollte ein Konzept für Einrichtung und Finanzierung entworfen werden. Hintergrund des Antrags war die Überlegung, dass es in Wietze zwar etliche soziale Angebote von Kindertagesstätten, Diakonie, Jugendtreff, Kirche oder Rotem Kreuz gibt. "Es fehlt jedoch an einer Vernetzung der vorhandenen Angebote", erklärte CDU-Fraktionschef Cord Hoppenstedt. Diese Vernetzung könne das Familienbüro der Gemeindeverwaltung nicht leisten. "Vor diesem Hintergrund erscheint ein Familienzentrum von zunehmender Bedeutung zu sein", so Hoppenstedt.

Inzwischen hat das Rathaus ein Positionspapier vorgelegt. Der Sozialausschuss hat sich in der vergangenen Woche für die Pläne ausgesprochen, wie der Vorsitzende Helmut Kersting (SPD) erklärte. Sollte der Gemeinderat das Papier absegnen, könnten Workshops mit Vereinen, Kirchen und anderen lokalen Akteuren stattfinden, heißt es. Das Positionspapier soll die strategische Grundlage für konkrete Inhalte bilden.

Das 14-seitige Papier liefert eine detaillierte Beschreibung der Ausgangslage. Die Ansprüche an Kinderbetreuung werden genauso beleuchtet wie die demografische Entwicklung und die Flüchtlingssituation. Ferner wird dargestellt, welche Angebote es im Sozialbereich heute gibt – von der Jugendpflege über die evangelische Familienbildungsstätte bis zum DRK-Nachbarschaftskreis und Ü65-Partys.

"Ein Familienzentrum in Wietze wäre eine Anlaufstelle für Familien mit Kindernjeden Alters, für Senioren, Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund", heißt es in dem Papier. Und weiter: "Als möglicher Ort käme das Gebäude der ehemaligen Oberschule in Frage. Denn die vorhandenen Räume bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, mehrere Angebote an einem Ort zu zentrieren." So sei es denkbar, beispielsweise die Bücherei, die Jugendpflege und weitere Einrichtungen für junge Eltern mit Angeboten für Senioren miteinander zu kombinieren.

Der Gemeinderat tagt am Dienstag, 22. August. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Aula der Grundschule.