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Wietze Wietzer Autohändler niedergeschossen: Polizei nimmt Verdächtige fest
Celler Land Wietze Wietzer Autohändler niedergeschossen: Polizei nimmt Verdächtige fest
19:06 24.07.2017
Von Christopher Menge
Wietze

Der Regen prasselt auf den Asphalt, am Straßenrand steht ein Polizeiauto, in dem zwei Beamte die Lage beobachten. Viel los ist am Montagnachmittag nicht im Wietzer Gewerbegebiet. Doch am späten Sonntagabend wurde hier ein Mann angeschossen. Der Hof des Neu- und Gebrauchtwagenhändlers, der sich auf amerikanische Fahrzeuge spezialisiert hat, ist daher von der Polizei abgesperrt. Die Mitarbeiter der Spurensicherung suchen in Begleitung von bewaffneten Kollegen nach Hinweisen in dem Haus an der DEA-Straße.

"Sonntagabend ging gegen 23 Uhr der Notruf eines 47 Jahre alten Mannes aus Wietze bei der Polizei ein", berichtet der Sprecher der Celler Polizei Guido Koch, "er teilte mit, dass er angeschossen worden sei." Eine sofort zum Ort des Geschehens entsandte Streife der Polizei habe den Verletzten dann am Boden liegend in dessen Wohn- und Geschäftshaus gefunden. Rettungskräfte versorgten den lebensbedrohlich verletzten Mann und brachten ihn anschließend ins Krankenhaus.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Celle in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten, wurde der Mann nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt. Sein Gesundheitszustand sei kritisch. Er konnte bislang nicht vernommen werden.

Dennoch nahm die Polizei bereits am Montag zwei Tatverdächtige vorläufig fest. Beide machten in ihren Vernehmungen allerdings keine Angaben. Weitere Auskünfte zu den Personen und den Tatumständen machten die Behörden aus ermittlungstechnischen Gründen nicht. Hinweise, dass die Tat möglicherweise im Zusammenhang mit dem sogenannten "Rockermilieu" stehen könnte, gebe es aber nicht.

Montagnachmittag sicherte die Polizei auch Spuren in der Nähe des Tatortes auf der anderen Seite der Bundesstraße 214. Einen Zusammenhang mit der Tat bestätigte die Polizei aber nicht. Ebenso gaben die Ermittler nicht preis, ob mehrere Schüsse gefallen sind oder an welcher Stelle seines Körpers das Opfer lebensbedrohlich verletzt wurde. Der 47 Jahre alte Mann hatte vor zehn Jahren sein Autohaus für ausgefallene amerikanische Wagen an der DEA-Straße neugebaut. Zu seinen Kunden sollen auch einige Prominente gehören.