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Wietze Wietzer Bürgerbrunch: „So können wir miteinander umgehen“
Celler Land Wietze Wietzer Bürgerbrunch: „So können wir miteinander umgehen“
19:08 24.06.2012
Von Simon Ziegler
B¸rgerbrunch in Wietze Quelle: Peter M¸ller
Wietze

Gestern sah das ganz anders aus, gut 250 Menschen waren da. Kurden hatten gefüllte Weinblätter, Börek und Süßspeisen vorbereitet. Kinder der AG „Kurdische Gitarren“ spielten Musik, genauso wie die Jazz Connection Celle. „Integration ist für mich, dass man auf die Menschen zugeht. Man muss die Türen öffnen. Es ist wunderbar heute“, sagte Ratsmitglied Behcet Ersu. Er hat wahr gemacht, was er mit seinem Eintritt in die Lokalpolitik angekündigt hat. Dass er Ansprechpartner und Vermittler für die kurdische Bevölkerung sein will, denn Ersu hatte den Ball der Gemeinde aufgenommen und sich in die Organisation eingeschaltet. Für das kommende Jahr regte er die Aufführung eines Theaterstückes an. Gastronom Sabri Kizilhan, 2011 noch einer der Kritiker der Veranstaltung, war gestern voll des Lobes. „So können wir miteinander umgehen. Wir leben hier miteinander, wir haben keine andere Wahl“, sagte er.

Bürgermeister Wolfgang Klußmann räumte ein, dass die Kritik im vergangenen Jahr berechtigt gewesen sei. „Ich denke, wir haben es hinbekommen, aus der Kritik zu lernen. Der Bürgerbrunch ist ein ganz großer Schritt zum Gelingen der Integration.“ Er glaube nicht, dass es jemals in Wietze eine Veranstaltung gegeben habe, zu der zugleich so viele Kurden und Deutsche gekommen seien. „Gute Veranstaltung“, sagte auch der Wietzer Jürgen Woltersdorf, der mit der Siedlergemeinschaft vor Ort war. Er gab indes zu bedenken, dass die Volksgruppen am Ende doch untereinander blieben, „jede Gruppe sitzt für sich“.