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Wietze Wietzer Bürgermeister will großen Bürgersaal
Celler Land Wietze Wietzer Bürgermeister will großen Bürgersaal
17:03 19.01.2017
Von Simon Ziegler
Hier soll im kommenden Jahr das neue Rathaus gebaut werden. Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann hofft auf den Einzug 2019. Quelle: Alex Sorokin
Wietze

Dass der Rathaus-Neubau errichtet wird, steht nicht mehr infrage. Auch der Standort in der Ortsmitte ist geklärt. Es geht jetzt um die Größe des Bürgersaals. Die Politik entscheidet, ob ein kleiner Ratssaal ausreicht oder ein großer Bürgersaal gebaut wird. Finanziell liegt der Unterschied bei 700.000 Euro. Ende Februar fällt die Entscheidung im Gemeinderat. Dann wird auch beschlossen, ob ein Totalunternehmer den Neubau durchführt oder die Verwaltung jeden einzelnen Auftrag ausschreibt und vergibt.

Klußmann spricht sich für die große Lösung aus. Ein Bürgersaal bietet die Chance, endlich größere Veranstaltungen anzubieten. Vorstellen kann man sich vieles: Vom Schützenball über politische Veranstaltungen bis hin zur Nutzung durch Vereine. "Die Möglichkeiten sind unerschöpflich", sagt Klußmann.

Er spannt den ganz großen Bogen: Wietze als Ort ohne weiterführendes Schulangebot müsse wettbewerbsfähig bleiben. Dazu gehöre ein attraktiver innerörtlicher Bereich. "Wir haben jetzt die Chance es zu tun oder für immer sein zu lassen", sagt Klußmann über den Bürgersaal. Er wünscht sich, dass Dinge in Wietze weniger zerredet werden und "man die Chancen erkennt".

Der Zeitplan sieht vor, dass nach der Entscheidung im Gemeinderat das gesamte Jahr 2017 geplant wird. 2018 soll gebaut werden, 2019 könnte der Einzug anstehen.

Doch es gibt auch noch andere Themen in Wietze. In diesem Jahr stehen die Sanierungen von Schulstraße und Pastor-Isenberg-Weg an. Ferner geht es um Bauland: Das Rathaus will mit der Politik über die Neuausweisung von Baugebieten sprechen. Im Areal "Im Langen Felde" sind so gut wie alle Grundstücke verkauft. Wo ein neues Baugebiet entstehen könnte, da will sich Klußmann noch nicht in die Karten schauen lassen.

Es gibt zudem Ideen, wie der Erwerb von Altimmobilien attraktiver gestaltet werden könnte. So soll über ein Förderprogramm diskutiert werden, das Käufern einen finanziellen Zuschuss gewähren soll, wenn sie eine Bestandsimmobilie erwerben und sanieren.

Ferner wird auch das Gewerbegebiet neben dem Hähnchen-Schlachthof die Verwaltung beschäftigen. Die Gemeinde will weitere Flächen des Gebietes erwerben und erschließen. Denn der bereits erschlossene Teil des Gewerbegebietes ist so gut wie ausgelastet, sagt Klußmann. Es gebe weitere Nachfragen von kleinen Betrieben.

Schließlich soll sich auch in Sachen ÖPNV etwas tun. Klußmann und sein Amtskollege Björn Gehrs, Samtgemeindebürgermeister in Schwarmstedt, machen sich für eine Busverbindung von Celle über Wietze nach Schwarmstedt stark. Für Wietzer Pendler soll eine schnelle Anbindung an den dortigen Bahnhof geschaffen werden. Gespräche mit Heidekreis und Landkreis Celle sowie der CeBus wurden bereits geführt. Es existiert sogar schon ein erster Fahrplan. Entschieden ist aber noch nichts.