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Wietze Wo wird das neue Feuerwehrhaus gebaut?
Celler Land Wietze Wo wird das neue Feuerwehrhaus gebaut?
17:36 28.11.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Stefan Sauer
Jeversen

Die Wietzer Politik hat am Dienstag nach einer kontroversen Diskussion die Entscheidung, wo das neue Feuerwehrgerätehaus in Jeversen gebaut werden soll, vertagt. "Ich denke, es ist richtig, noch einmal über den Standort nachzudenken, auch wenn wir zwei, drei Monate verlieren", sagte Bürgermeister Wolfgang Klußmann. Dagegen erklärten die Grünen, die "ergebnislose Diskussion" komme ihnen vor wie das "Hornberger Schießen".

Bisher ist die Ortswehr auf der Rückseite des Hirtenhauses in der Ortsmitte angesiedelt. Doch das Gebäude ist für die Ansprüche einer modernen Wehr viel zu klein. Eine Sanierung kommt nicht in Betracht, die Feuerwehr braucht einen Neubau.

Bis zu zehn Bäume müssten fallen

Im August entschied der Rat, dass ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut wird. Es hieß, es laufe darauf hinaus, das Gebäude auf dem Grundstück des Hirtenhauses zu realisieren. Doch so eindeutig ist die Sache nicht mehr, wie am Dienstag in der Sitzung von Ortsrat Jeversen und Wietzer Infrastrukturausschuss klar wurde. Denn dann müssten sieben bis zehn Bäume gefällt werden. Und das will niemand, zumal das Hirtenhaus-Grundstück mit seinem alten Eichenhain als ortsbildprägend gilt.

Konkret wird jetzt über drei Standorte gesprochen: Den bisher favorisierten Platz südwestlich des Hirtenhauses zur Straße Im Reihern hin. Die Grünen machten den Vorschlag, ebenfalls auf dem Hirtenhaus-Grundstück zu bauen, aber südlich des Grillpavillons. Und eine dritte Option sieht vor, außerhalb des Ortskerns an der Contistraße die neue Heimstätte der Feuerwehr zu errichten.

Klar ist schon jetzt, dass es eine optimale Lösung nicht gibt. Auch beim Grünen-Vorschlag müssten Eichen weichen, argumentiert Klußmann, und zwar für die Zuwegung. Er bringt das Problem des "Kreuzungsverkehrs" ins Spiel: Im Hirtenhaus finden zum Beispiel Trauerfeiern statt, dazu kommen Spielplatz und Grillhütte. Im Alarmfall könnte es Schwierigkeiten geben, so das Rathaus. "Aus Sicht der Verwaltung sind die Probleme größer als am anderen Hirtenhaus-Standort", sagt Klußmann.

Contistraße im Gespräch

Auch das gemeindeeigene Grundstück an der Contistraße hat einen entscheidenden Nachteil: Es liegt außerhalb. Eine Feuerwehr gehört aber für viele ins Dorf. Schließlich ist die Wehr nicht nur für den Brandschutz zuständig, sondern auch sozialer Akteur.

Letztlich werden die Politiker abwägen müssen, was für sie wichtiger ist: Dass die Feuerwehr im Ort bleibt, dafür aber Bäume gefällt werden? Oder dass die Brandbekämpfer etwas außerhalb sind, dafür aber alle Eichen erhalten bleiben.

Die Standortfrage soll im ersten Quartal 2019 entschieden werden. Als wahrscheinlich gilt, dass die Wietzer Gremien der Empfehlung des Ortsrates in Jeversen folgen werden. Der Neubau wird mit rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt.

Jetzt könnte es schnell gehen: In diesen Tagen wird die Baugenehmigung für das neue Rathaus in Wietze erwartet.

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