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Winsen AfD will Hundesteuer in Winsen abschaffen
Celler Land Winsen AfD will Hundesteuer in Winsen abschaffen
19:01 15.05.2018
Von Christian Link
Laut amtlicher Statistik nehmen die Kommunen im Landkreis Celle jährlich etwa 880.000 Euro durch die Hundesteuer ein. Pro Einwohner sind das fast 5 Euro. Quelle: bmf-foto.de - stock.adobe.com
Winsen (Aller)

„Auch die Sonderbesteuerung für gefährliche Hunde halten wir in keinster Weise für gerechtfertigt“, schreibt AfD-Fraktionschefin Susanne Rotermund.

Wer in Winsen einen Hund länger als zwei Monate beheimatet, wird dadurch steuerpflichtig. 60 Euro beträgt die Hundesteuer in der Gemeinde für den ersten gehaltenen Vierbeiner, 132 Euro kostet der zweite, 192 Euro jeder weitere. Besonders teuer ist das Halten eines „gefährlichen Hundes“: Wie viele andere Städte und Gemeinden in Niedersachsen erhebt Winsen hier eine Steuer in Höhe von 660 Euro. Zu den gefährlichen Hunden zählen unter anderem Bullterrier, Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire-Bullterrier sowie Kreuzungen dieser Rassen.

„Die Hundesteuer ist ungerecht, da sie lediglich die Anzahl der Hunde in einem Haushalt berücksichtigt, jedoch nicht die Leistungsfähigkeit des Hundehalters“, kritisiert die AfD. Außerdem würden Pferde-, Katzen- oder andere Haustierbesitzer auch nicht mit einer Steuer belastet. Rotermund: „Diese Ungleichbehandlung ist nicht mehr zeitgemäß und gehört abgeschafft.“

Mit ihrer Forderung ist die AfD Winsen nicht allein. Schon der niedersächsische Bund der Steuerzahler sprach sich 2016 für eine Abschaffung der Hundesteuer aus. „Die Hundesteuer ist eine sehr ineffiziente Steuer“, lautet die Kritik des Verbands. Zudem sei die von Ort zu Ort unterschiedliche Belastung für Hundehalter ungerecht.

„Die Hundesteuer ist eine sogenannte Bagatellsteuer, die nur einen verhältnismäßig geringen Ertrag mit sich bringt“, bekräftigt auch AfD-Fraktionschefin Rotermund. Die Gemeindeverwaltung sieht das anders. Laut Kämmerin Anke Schumann zahlten die 1523 Winser Hundehalter im vergangenen Jahr insgesamt etwa 125.000 Euro in den Gemeindehaushalt ein. „Aus Verwaltungssicht können wir auf diese Einnahmen nicht verzichten“, sagt Schumann. Schließlich sei die Hundesteuer fast so ertragreich wie die Zweitwohnungssteuer, die 2017 rund 138.000 Euro einbrachte. Die Einnahmen durch die Grundsteuer A lagen sogar bei nur 87.000 Euro.

Zu den Befürwortern der Hundesteuer zählt der niedersächsische Städte- und Gemeindebund. Der kommunale Spitzenverband hält die Steuer für ein gutes Mittel, um die Zahl der Hunde in einer Kommune zu regulieren. Außerdem reduziere sie den Kostenaufwand, die Bello & Co. verursachen – etwa durch die Beseitigung von Hundekot. Rotermund lässt dieses Argument jedoch nicht gelten: „Eine Verschmutzung öffentlicher Plätze durch Hundekot ist bereits gesetzlich geregelt und wird mit einem entsprechenden Bußgeld geahndet.“ Gleiches gelte für die Besteuerung von gefährlichen Hunden: „Auch hier gibt es bereits gesetzliche Regelungen bei Ordnungswidrigkeiten und Verstößen mit erheblichen Strafen.“

Die „Weibsbilder“ des Kabarett- und Comedy-Duos laufen noch immer unbemannt durchs Leben. Offensichtlich können sie nicht recht mit, aber auch nicht ohne einander leben und stechen im brandneuen Programm als „MalleDiven – Ausgebrannt am Sommerstrand" in See. Eine Single-Kreuzfahrt soll jetzt den Richtigen in den Ehehafen schleusen. Die Vorpremiere fand am Donnerstag in Winsen statt – dort sind Claudia Thiel und Anke Brausch längst keine Unbekannten mehr.

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