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Winsen Alles andere als verschlafen
Celler Land Winsen Alles andere als verschlafen
16:05 07.12.2018
Marco Hallemann bringt die Königsscheibe an seinem Haus an. Quelle: Kirsten Glatzer
Walle

Freitagmorgen halb zehn in Walle, der Himmel ist grau und es nieselt beständig. Wer mag denn da vor die Tür gehen? Marco Hallemann zum Beispiel. Er lässt sich von dem unfreundlichen Wetter nicht abschrecken und ist gerade dabei, seine Königsscheibe, die ihn als Winser Schwarzen König 2018 ausweist, wieder anzubringen. Er hat sie mit Bootslack überzogen, um die Farbe vor Verwitterung zu schützen. Die Front des Hauses zieren einige der „Trophäen“ – von ihm, seiner Frau und dem Sohn. Vor gut 20 Jahren verschlug es Marco Hallemann aus beruflichen Gründen zunächst nach Winsen, 1999 wurde dann das Haus in Walle gebaut. „Wir wollten schön ruhig und mit viel Platz drumherum wohnen.“ Beides, Platz und Ruhe, gibt es hier reichlich. Durch die Mitgliedschaft im Schützen- und Sportverein fanden sie schnell Anschluss ans Dorfleben. Er und seine Familie fühlen sich wohl hier.

Gleiches gilt für Enrico Koffler, der seit 2004 als Pferdewirt auf dem Amselhof arbeitet. Er ist ebenfalls ein „Zugereister“ und kommt ursprünglich aus der Berliner Gegend. Hier in Walle hat er eine neue Heimat gefunden und fühlt sich gut in die Gemeinschaft aufgenommen.

Teig herstellen für Plätzchenbacken

Das trifft auch auf Stefanie Hemme zu, die mit Ehemann Heinz-Hermann einen großen Milchviehbetrieb am Ortsrand betreibt. Sie kam in Baden-Württemberg in der Nähe von Heilbronn zur Welt, lebt aber bereits seit 27 Jahren hier. „Ans flache Land musste ich mich erst gewöhnen“, erzählt sie lachend, „aber sonst ist alles super hier.“ Ihr Job auf dem Hof ist der einer „Nanny für die Kälber“, doch jetzt ist sie gerade dabei, eine Riesenmenge an Plätzchenteig zu produzieren. Am Nachmittag steht das alle zwei Jahre stattfindende Keksebacken mit Kindern im Sportheim auf dem Programm. Vorher gibt’s aber noch einen kleinen Blick in die Zukunft: Hinter dem weitläufigen Stall, in dem das Milchvieh steht, werden gerade große Mengen an Erdreich bewegt. Hier wird demnächst ein Jungviehstall errichtet, und auch eine Erweiterung des Milchviehstalls steht an. Wie man hier sehen kann, beschränkt sich der Bauboom eben nicht allein auf den Hauptort Winsen, denn neben den Bautätigkeiten auf dem Hemme-Hof tut sich auch an anderen Stellen in Walle etwas. Derzeit entstehen hier fünf Eigenheime.

Am Sportheim wird saniert

Und im Sportheim, dem Dreh- und Angelpunkt des Ortes, laufen derweil die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren. Ortsbürgermeisterin Annette Ahrens und Ehemann Bernd sind gerade vor Ort, um sich ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten zu machen. „Die Räumlichkeiten sind dank des vielfältigen Angebots immer belegt“, erklärt Bernd Ahrens, „Finanzminister“ des Sportvereins, nicht ohne Stolz. Und das kann sich in der Tat sehen lassen. Vom Kleinkinder- bis zum 50plus-Turnen – die Gymnastikgruppe feiert im kommenden Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum – Kindergarten, Senioren-Kaffeetrinken, Schießtraining, Spielmannszug … Die Aufzählung ließe sich endlos fortsetzen. Und „ganz nebenbei“ ist Bürgermeisterin Ahrens auch noch für die Vermietung der Räumlichkeiten für Veranstaltungen zuständig. Walle ist eben alles andere als ein verschlafenes Nest.

Von Kirsten Glatzer

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