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Winsen Altenheim: Bei Verlust weniger Geld
Celler Land Winsen Altenheim: Bei Verlust weniger Geld
17:54 07.02.2012
Von Simon Ziegler
Winsen (Aller)

Der Landkreis Celle ist bei seinen Bemühungen, das Kreisaltenheim in Winsen finanziell zu gesunden, offenbar einen Schritt weitergekommen. „Die Belegschaft und verdi sind bereit, auf maximal zwei Prozent des Jahresbruttogehaltes zu verzichten, wenn das Betriebsergebnis des Jahres 2013 negativ ist“, sagte Sozialamtsleiter Ralf Schumann. Für die Mitarbeiter bedeutet das Einbußen von jährlich 500 bis 900 Euro. Die Vereinbarung gilt für maximal drei Jahre. Der Landkreis verpflichtet sich für diesen Zeitraum, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Verdi bestätigte die Gespräche, wollte aber noch keinen Vollzug melden. Die Gewerkschaft gebe grünes Licht, wenn die Mitarbeiter zustimmten. Die Befragung sei noch nicht abgeschlossen, sagte Elke Nobel vom Verdi-Landesbezirk Niedersachsen.

Die wirtschaftliche Lage des Altenheims wird in der kommenden Woche den Sozialausschuss des Kreistags beschäftigen. Die Kreisverwaltung denkt seit 2010 darüber nach, die Gehälter für einen befristeten Zeitraum zu kürzen. Bislang war die Rede von fünf Prozent.

Mit der jetzt verhandelten Kürzung könnten insgesamt 21.000 Euro pro Jahr eingespart werden. Damit soll ein Defizit aufgefangen werden, das während der anstehenden Modernisierung des Hauses entstehen könnte. Denn durch die Bauarbeiten dürfte es schwierig werden, die hohe Auslastung der Zimmer zu halten.

Sofern die Politik zustimmt, soll der Umbau in der zweiten Jahreshälfte 2012 beginnen. In dem Heim sollen Doppel- in Einzelzimmer umgebaut werden. Schon lange liegen Pläne in der Schublade, rund 1,7 Millionen Euro in das Heim zu investieren. Dies sei aber nur zu verantworten, wenn das Heim danach ohne Zuschüsse auskommt, heißt es in einer Vorlage an die Politik.

Gehaltsverzicht und Umbau sind nicht die einzigen Bausteine in dem Versuch, die Zukunft der Einrichtung zu sichern. Denn das Haus ist seit Jahren defizitär. Zum 1. Januar 2012 wurden die Heimentgelte mit den Kostenträgern neu verhandelt. Dadurch steigt der monatliche Eigenanteil der Bewohner je nach Pflegebedürftigkeit zwischen 138 und 176 Euro. Damit ist das Heim die teuerste Einrichtung in der Region Celle. Die Sitzung des Ausschusses findet am Dienstag, 14. Februar, ab 14.30 Uhr in dem Winser Heim statt.