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Winsen Asbest-Container abgerissen
Celler Land Winsen Asbest-Container abgerissen
17:49 25.04.2013
Von Simon Ziegler
Hinter der Winser Grundschule haben Arbeiter zwei Container aus Stahlbeton abgerissen. Quelle: Anne Friesenborg
Winsen (Aller)

Noch werden die Winser Grundschüler an zwei Standorten unterrichtet, am Gildesweg und am Amtshof. Doch das wird zum Schuljahr 2014/15 nicht mehr so sein. Dann nämlich will die Oberschule das Gildesweg-Gebäude nutzen. 5,2 Millionen Euro investiert die Gemeinde daher in Um- und Anbau am Amtshof.

Nachdem die Arbeiten in den Osterferien begonnen wurden, ist inzwischen der Abriss der beiden „Pavillons“, Container aus Stahlbeton, hinter dem Schulgebäude beendet worden. „Die Arbeiten verlaufen planmäßig“, sagte Bürgermeister Dirk Oelmann. Als nächstes wird der Rohbau errichtet, dann ist der Innenausbau an der Reihe.

„Die Belastung ist gut zu ertragen. Es freut uns, dass es vorangeht“, sagte Schulleiter Frank Werner. Um die Belastung für Schüler und Lehrer möglichst gering zu halten, „haben wir den Gildesweg so voll gemacht wie es irgendwie geht“, weitere Klassen wurden also in Schulgebäude Nummer II verlegt.

Oelmann gab bekannt, dass im älteren der beiden „Pavillons“ asbesthaltige Gebäudeteile verbaut waren. Der Container sei in den vergangenen zehn Jahren als Lager genutzt worden. Der andere Trakt, der als Klassenraum genutzt wurde, sei nicht belastet, ergänzte Bauamtsleiter Berthold Walter. Auch im Rest des Schulgebäudes am Amtshof seien keine weiteren asbesthaltigen Materialien verbaut worden.

Der Auftrag zum Abriss sei an eine Fachfirma vergeben worden. Diese habe einen Subunternehmer zum Abriss der Container eingesetzt. Anfangs sei es bei den Arbeiten zu Schwierigkeiten gekommen, sagte Walter. Offenbar habe die Firma nicht alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten, das Gewerbeaufsichtsamt habe Mängel festgestellt. Die Mängel seien „nach ein oder zwei Stunden“ behoben worden. „Schüler waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Das hat uns auch das Gewerbeaufsichtsamt bestätigt“, so der Bauamtsleiter.

Der neue Anbau wird zwölf Klassenräume beherbergen. Zudem wird der bestehende Komplex saniert. Heizung, Dämmung und Sanitäranlagen werden erneuert, eine Mensa gebaut und das Lehrerzimmer erweitert. Um die Gestaltung der neuen, großen Winser Grundschule war in der Politik lange gerungen worden. Nach einigem Hin und Her war das Konzept im Mai 2012 beschlossen worden. Rund die Hälfte der Investitionskosten von über fünf Millionen Euro soll über den Verkauf der Gildeswegschule aufgebracht werden.