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Winsen Bei A7-Staus: Bald Entlastung für Celler Westkreis?
Celler Land Winsen Bei A7-Staus: Bald Entlastung für Celler Westkreis?
15:52 23.09.2016
Von Simon Ziegler
Winsen (Aller)

Die Folge ist eine enorme Belastung der Gemeinden im Celler Westkreis. „Viele Fahrer nutzen als Ausweichstrecke zur A7 dann die Verbindung über Fuhrberg, Ovelgönne und Winsen und fahren über Meißendorf und Ostenholz oder über Bergen wieder auf die A7 im Norden. Unsere Gemeinden und insbesondere die Anwohner in Ovelgönne und Winsen werden dadurch erheblich belastet. Und jeder Pendler kann von den Dauerstaus ein Lied singen“, sagt der Winser SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt. Bei längeren Staus auf der A7 sind auch die Städte Celle und Bergen stark belastet, weil dann die B3 als Ausweichstrecke genutzt wird.

Als „Flaschenhals“ wird das A7-Teilstück nördlich des Dreiecks Walsrode gesehen. „Im benachbarten Heidekreis ist deshalb kürzlich die Forderung aufgestellt worden, die Platzrandstraße im Bereich des Heidekreises bei Staus zu öffnen, um den Verkehr nahe der Autobahn umzuleiten und Staus somit trassennah aufzulösen“, berichtet Schmidt. Es geht um das Teilstück zwischen Oerbke und Soltau. Die Platzrandstraße ist hier – anders als im Bereich Ostenholz-Meißendorf – nicht dauerhaft geöffnet.

Zwar würde dieser Schritt keineswegs alle Probleme der stark befahrenen Nord-Süd-Achse am Rande des Celler Kreises lösen. Er könnte aber für Entlastung sorgen, glaubt Schmidt. Doch nicht alle sehen das so wie der Sozialdemokrat und die Genossen im Heidekreis. Im Kommunalwahlkampf hatte es im Nachbarkreis politischen Streit gegeben. Grund ist der Nutzungskonflikt mit dem Truppenübungsplatz – im Schießbetrieb kann die Platzrandstraße nicht für den Zivilverkehr geöffnet werden. „Es ist verständlich, dass bei Übungsbetrieb die Straße nicht genutzt werden kann. Wenn dies nicht der Fall ist, wäre dies aber möglich – und genau diese Möglichkeit sollte stärker genutzt werden“, fordert Schmidt.

Nötig sei dafür ein abgestimmtes Verfahren zwischen dem Land, das im Rahmen der Bundesauftragsverwaltung für die A7 zuständig ist, und dem Bund, der für den Platz verantwortlich ist. „Es müsste möglich sein, sich bei besonders gravierenden Staulagen besser und schneller abzustimmen, so dass die Platzrandstraße auch genutzt werden kann. Dafür kommen beispielsweise mobile Anzeigetafeln infrage“, meint der Winser Sozialdemokrat – damit der Celler Westkreis eine spürbare Verbesserung erfährt.

Unterdessen hat das Verteidigungsministerium inzwischen klar gestellt, dass es eine grundsätzliche Öffnung der Platzrandstraße während des A7-Ausbaus nicht geben wird. Was eine temporäre Freigabe betrifft, sei man aber gesprächsbereit, heißt es.