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Winsen Braucht Winsen eine Umgehung?
Celler Land Winsen Braucht Winsen eine Umgehung?
18:37 29.06.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: cz
Winsen (Aller)

Am ehesten realistisch wird eine Westumgehung angesehen, weil kein bebauter Bereich durchquert werden müsste. Die neue Straße könnte am Waller Kreisel abgehen, Meißendorfer und Bannetzer Straße kreuzen und bis zur Hornbosteler Straße geführt werden. Dort ist entweder Schluss oder die Umgehung wird bis zur Hauptstraße südlich von Südwinsen weitergebaut.

Es handelt sich dabei um erste Überlegungen, betont Jannik Randolph (CDW), stellvertretender Sprecher der Gruppe. Klar ist, dass eine solche Straße erst in etlichen Jahren gebaut würde – wenn überhaupt. Für viele Winser wäre die Umgehung eine erhebliche Entlastung. In den vergangenen Jahren hat der Durchgangsverkehr durch Südwinsen und Winsen immer mehr zugenommen. Durch die Arbeiten auf der A7 bilden sich dort häufig Staus. Das führt regelmäßig dazu, dass die Strecke mitten durch Winsen als Ausweich-Route genutzt wird. Anwohner und Geschäftsleute sind die Leidtragenden. "Es muss perspektivisch eine Lösung her, damit der Ort entlastet wird", sagt Randolph. Die Umgehung ergebe auch deshalb Sinn, weil Winsen immer weiter wachse.

Maximilian Schmidt (SPD) sieht viele Vorteile einer Westumgehung: "Das neue Baugebiet in Südwinsen würde genauso angeschlossen wie das erweiterte Gewerbegebiet Taube Bünte. Sportpark und Schwimmbad wären ebenfalls erreichbar", zählt er auf. Weiter im Norden könnte zudem das geplante Baugebiet am Moorbruchsweg angebunden werden. "Das ist aber Zukunftsmusik. Konkrete Antworten kann nur eine fachliche Planung bringen – genau das wollen wir ja anregen", sagt Schmidt.

Die Befürworter einer Umgehung werden dicke Bretter bohren müssen, sollte sich überhaupt die Chance eröffnen, eine Umgehungsstraße zu bauen. Nicht nur, dass ein solches Mammutprojekt etliche Millionen Euro kosten würde, auch zahlreiche Umweltaspekte müssten geprüft werden. Eine besondere Hürde dürfte die Allerquerung darstellen – Celle lässt grüßen.

Neu ist die Idee einer Ortsumgehung für Winsen nicht. Der langjährige Bauamtsleiter Berthold Walter erinnert sich an einen Antrag aus den 80er Jahren. Damals wurde im Gemeinderat vorgeschlagen, eine Straße im Osten zu bauen – vom Gasthaus Örtzebrücke bis zur Waller Straße. Das Thema wurde schnell abgebügelt, weil der Landkreis Celle Naturschutz-Bedenken äußerte. Viel später, Mitte der 2000er Jahre, tauchte dann im Zusammenhang mit dem Vorschlag, einen Sportpark am Schulzentrum zu bauen, auch die Idee einer Westumgehung auf. "Das Thema wurde aber nicht mit Nachdruck verfolgt", erinnert sich Walter.

Ob das jetzt anders wird, bleibt abzuwarten.

Der CDU-Bundespolitiker Wolfgang Bosbach hält an seinem Besuch bei Jürgen Lindhorst in Winsen fest. "Ich werde bei meiner Terminzusage bleiben", sagte Bosbach auf CZ-Anfrage, nachdem der umstrittene AfD-Rechtsaußen Björn Höcke Ende Mai auf Einladung von Lindhorst zu einem Privatbesuch nach Schmalhorn gekommen war. Dort sprach Höcke vor etwa 90 Besuchern.

Simon Ziegler 25.06.2018

Die Gemeinde Winsen wird die Straße Tannenpark im Wochenendgebiet Wacholderpark nicht ausbauen. Der Gemeinderat hat vergangene Woche mit großer Mehrheit beschlossen, vom erstmaligen Ausbau der Straße abzusehen. Nur zwei Ratsmitglieder votierten für den Ausbau. 19 waren dagegen, neun enthielten sich.

Für den Tannenpark ist in erster Linie die Gemeinde Wietze zuständig. Das erste, etwa 300 Meter lange Teilstück, liegt aber auf Winser Seite. Die Winser hatten mit Ausbaukosten von rund 280.000 Euro kalkuliert, sagte Bürgermeister Dirk Oelmann. Betroffen wäre ein einziger Grundstückseigentümer, der an sieben Bürger verpachtet hat. Beim erstmaligen Ausbau der Straße müssen die Grundstückseigentümer 90 Prozent der Kosten tragen.

Simon Ziegler 25.06.2018

„…one Scotch, one Bourbon, one Beer …” so sieht eine zünftige Feier laut einem der Oldtime-
Jazz-Musiker aus. Gefeiert wurde – auch mit Getränken, wenn auch weniger hochprozentig – am Samstag mit der Alexander’s Ragtime Band im Museumshof in Winsen. Trotz Kälte und Windböen hatten sich die sechs Herren mit graumelierten Schläfen und die Veranstalter entschlossen, im Freien – nur vom Überstand der Remise geschützt – zu spielen. Die meisten der rund 100 hartgesottenen Zuhörer waren darauf vorbereitet und gut gerüstet – mit Wetterkleidung und Decken.

25.06.2018