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Winsen CDU fordert eigenen Ortsrat für Winsen
Celler Land Winsen CDU fordert eigenen Ortsrat für Winsen
17:02 08.05.2015
Von Simon Ziegler
Der Kernort Winsen hat keinen eigenen Ortsrat. Das soll auch so bleiben, sagt der Bürgermeister. Quelle: Anne Friesenborg
Winsen (Aller)

Die Demokratie wird gestärkt", sagt Winsens CDU-Chef Christian Peters. Die Bürger in Winsen müssten ebenso wie die Südwinser, Bannetzer, Wolthäuser, Steddener, Waller, Thörener und Meißendorfer an Entscheidungen, die ihre Ortschaft betreffen, mitwirken können. "Über 50 Prozent aller Einwohner unserer gesamten Gemeinde werden nicht durch einen Ortsrat vertreten", argumentiert Peters.

Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, hat die CDU eine Unterschriftenliste initiiert. Dort hätten sich bereits viele Bürger eingetragen. Die Aktion werde daher "im Hauptort unserer Gemeinde weiterhin durchgeführt", kündigte Peters an.

Ob sich die geschrumpfte CDU im Gemeinderat mit ihrer Forderung durchsetzt, ist aber sehr fraglich. Denn Bürgermeister Dirk Oelmann, der den mächtigen SPD-Block im Rat hinter sich haben dürfte, hält gar nichts von einem eigenen Ortsrat für den Kernort Winsen. Das Gremium würde die Gemeinde 10.000 Euro im Jahr kosten. Außerdem sei man "gut damit gefahren, wie wir es bisher gemacht haben", sagt der Bürgermeister. Die CDU habe jahrzehntelang eine Mehrheit im Gemeinderat gehabt, in der sie diese Entscheidung hätte treffen können. "Zu dem Zeitpunkt, zu dem sie keine Mehrheit mehr hat, fordert sie, dass wir einen Ortsrat brauchen", kritisiert Oelmann.

Ein Ortsrat berät in den Ortsteilen Entscheidungen vor, die letztlich in den Gemeindegremien entschieden werden. Die Ortsräte verfügen lediglich über kleine Haushalte. Zum Vergleich: In der Gemeinde Wietze gibt es auch keinen Ortsrat für den Kernort. Die Gemeinde Hambühren verzichtet ganz auf Ortsräte.