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Winsen Celler feiern beim Südwinsen-Festival
Celler Land Winsen Celler feiern beim Südwinsen-Festival
20:25 23.07.2017
Quelle: David Borghoff
Südwinsen

SÜDWINSEN. Aus 33 Metern Höhe sahen die Besucher des Südwinsen-Festivals wie ein bunter Ameisenhaufen aus. Die Masse genoss die Musik, die von der großen Bühne über das Gelände schallte, während man von hoch oben das Meer an parkenden Autos, Zelten und Feiernden sehen konnte. Wer das Südwinsen-Festival einmal so aus der Vogelperspektive sehen wollte, der hatte am Wochenende die Chance dazu. Denn zum ersten Mal war Dirk Bahnsen von der Firma Liftkontor mit einer Hebebühne dabei, der den Besuchern diesen einzigartigen Ausblick ermöglichte. Eine Gelegenheit, die sich viele nicht entgehen lassen wollten, sodass man auch schon einmal bis zu einer halben Stunde und länger warten musste, bis man an der Reihe war. Doch die Aussicht war es wert. "Das ist schon krass, was man da oben alles sieht", sagte Kai Stühm.

Für eine weitere Premiere bei der 21. Auflage der Südwinsener Super-Sause sorgte Sascha Bett. "Das ist das erste Mal, dass es hier eine Pommesbude gibt", so Bett. Die wurde von ihm und seinen Freunden extra für das Festival gebaut und in Betrieb genommen. Die Idee dazu kam nach der letztjährigen Feier, nach der sie sich beim ebenfalls befreundeten ersten Vorsitzenden des Vereins Südwinsen-Festival, Michael Lux, beschwert hatten, dass es so etwas noch nicht gebe. Kurzerhand forderte Lux sie auf, das selbst in die Hand zu nehmen. Die Freunde um Bett willigten ein und Lux nahm die Absprache als Video auf. "Wir kamen aus der Sache also auch nicht mehr raus", sagte Bett mit einem Augenzwinkern. Also verkauften er und etwa 20 Helfer Pommes aus frischen Heidekartoffeln mit selbst gemachten Soßen, die schnell zum Verkaufshit unter den Festival-Besuchern wurden. "Das macht richtig Spaß und wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein", sagte Bett.

Neben den Neuerungen gab es einen Kinderpavillon, eine Hüpfburg und einen Stelzenläufer zur Freude der jüngeren Festival-Besucher. Und was natürlich auch nicht fehlen durfte: die Musik. Die 29 nationalen und internationalen Künstler sorgten für eine super Stimmung bei dem friedlichen Fest. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der kolumbianischen Band "Velo de Oza". Mit ihrer Mischung aus traditionellem kolumbianischen Liedgut und Rock 'n' Roll, ihren auffälligen Outfits und ihrer energiegeladenen Show heizten sie den Festival-Gängern ordentlich ein. "Die sind richtig cool. Das ist mal was ganz Neues hier", sagte Angelika Traut (62) aus Hambühren. Auch Julian Heine überzeugte der Auftritt der Kolumbier. "Ich finde die richtig gut. Das ist mal etwas anderes und einfach eine coole Mischung", so der 24-Jährige, der extra aus Bremen angereist war. Heine war im Internet auf das Festival gestoßen und ist daraufhin zum ersten Mal nach Südwinsen gekommen. "Die Beschreibung klang interessant und ich muss sagen, es ist auch richtig gut. Es lohnt sich."

Das wussten auch Jenny Winter (22) und Lieha Czaster (22). Die beiden Freundinnen aus Hamburg kommen schon seit einigen Jahren immer wieder zum Feiern an die Aller. "Man merkt hier einfach, dass die Organisatoren super nett sind und ihre Arbeit gern machen. Wir sind begeistert von der familiären Atmosphäre." Einziger Kritikpunkt: "Es ist mittlerweile schon fast zu groß geworden. Wir hätten wohl auch selbst nicht so viele Leute hierherbringen dürfen", sagten die Hamburgerinnen mit einem Lächeln.