Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Winsen Debatte um Winser Umgehung entbrannt
Celler Land Winsen Debatte um Winser Umgehung entbrannt
17:34 02.07.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Winsen (Aller)

Insbesondere in der jetzigen Ferienzeit fürchtet der Verwaltungschef, dass Bürger und Geschäftsleute wieder erheblich unter der Verkehrsbelastung leiden werden. „Das ist auf Dauer nicht hinnehmbar“, so Oelmann. Er weiß, dass die Gemeinde in Sachen Umgehung vor einer riesigen Herausforderung steht: „Man muss es mit Nachdruck betreiben. Und das werden wir auch tun.“

In Winsen hatte die Ratsgruppe „Gemeinsam für Winsen – bestehend aus SPD, CDW (Christlich-Demokratisch für Winsen) und Grünen – das Thema auf die Tagesordnung gehoben. Sie hatte vorgeschlagen, Gespräche über eine mögliche Ausweichstrecke anzustoßen. Eine Westumgehung wird dabei realistischer als eine Ostumgehung eingeschätzt. Die Reaktionen fallen sehr unterschiedlich aus.

Bei der Winser CDU bewertet man den Vorstoß der politischen Konkurrenz zurückhaltend. Eine Ortsumgehung könne Teil einer Lösung sein, sagte CDU-Bürgermeister-Kandidat Florian Hemme. Aber: „Wir brauchen ein Verkehrskonzept für ganz Winsen inklusive der Außendörfer. Wenn die A7 dicht ist, haben wir überall ein Problem. Wir müssen schauen, welche Auswirkungen eine Maßnahme auf andere Strecken hat“, sagte Hemme.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann nannte den Vorstoß eine „Gesprächsanregung“. „Die Bauarbeiten auf der A7 dauern weit weniger lang als der Bau einer neuen Umgehung dauern würde. Der Entlastungseffekt, der jetzt fraglos notwendig ist, käme hierdurch viel zu spät“, sagte Schepelmann. Außerdem müsse das Projekt etliche Hürden meistern. Der Abgeordnete erinnerte an das Überflutungsgebiet, die Allerquerung und den Lärmschutz. „Die Celler Umgehung zeigt leider eindrucksvoll, welche Herausforderungen zu meistern sind. Ich fürchte, diese Idee ist eher mit Blick auf den 21. Oktober entstanden als auf Basis realistischer und fundierter Bewertungen“, spielte Schepelmann auf die Winser Bürgermeisterwahlen an.

Beim Landkreis Celle hält man sich mit einer Bewertung noch zurück. „Um eine genaue Bewertung der Idee abgeben zu können, müsste man zunächst den genauen Verlauf der Trasse kennen“, sagte Landkreis-Sprecher Tore Harmening. "Es müsste dann geprüft werden, welche naturschutzfachlichen und weiteren Belange von einer solchen Trasse berührt wären.“ Ein genauer Verlauf ist derzeit noch nicht bekannt. Es gibt bisher nur vage Überlegungen einer Westumgehung vom Waller Kreisel bis nach Südwinsen.

In Winsen wird am ganz großen Ding gedreht: SPD, Grüne und CDW (Christlich-Demokratisch für Winsen) wollen eine Diskussion über eine mögliche Ortsumgehung anstoßen. Die drei Ratsfraktionen, die im Gemeinderat die Gruppe "Gemeinsam für Winsen" bilden, haben den Antrag gestellt, dass Bürgermeister Dirk Oelmann Gespräche mit dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Celle über eine mögliche Umgehungsstraße aufnehmen soll.

-

Simon Ziegler 29.06.2018

Der CDU-Bundespolitiker Wolfgang Bosbach hält an seinem Besuch bei Jürgen Lindhorst in Winsen fest. "Ich werde bei meiner Terminzusage bleiben", sagte Bosbach auf CZ-Anfrage, nachdem der umstrittene AfD-Rechtsaußen Björn Höcke Ende Mai auf Einladung von Lindhorst zu einem Privatbesuch nach Schmalhorn gekommen war. Dort sprach Höcke vor etwa 90 Besuchern.

Simon Ziegler 25.06.2018

Die Gemeinde Winsen wird die Straße Tannenpark im Wochenendgebiet Wacholderpark nicht ausbauen. Der Gemeinderat hat vergangene Woche mit großer Mehrheit beschlossen, vom erstmaligen Ausbau der Straße abzusehen. Nur zwei Ratsmitglieder votierten für den Ausbau. 19 waren dagegen, neun enthielten sich.

Für den Tannenpark ist in erster Linie die Gemeinde Wietze zuständig. Das erste, etwa 300 Meter lange Teilstück, liegt aber auf Winser Seite. Die Winser hatten mit Ausbaukosten von rund 280.000 Euro kalkuliert, sagte Bürgermeister Dirk Oelmann. Betroffen wäre ein einziger Grundstückseigentümer, der an sieben Bürger verpachtet hat. Beim erstmaligen Ausbau der Straße müssen die Grundstückseigentümer 90 Prozent der Kosten tragen.

Simon Ziegler 25.06.2018