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Winsen Eiserne Hochzeit: Ein Satz brachte sie zusammen
Celler Land Winsen Eiserne Hochzeit: Ein Satz brachte sie zusammen
12:07 18.03.2015
Asta und Günter Hofmann feiern heute das Fest der Eisernen Hochzeit. Wie vor 65 Jahren sind sie einander noch immer - sehr zugetan. Quelle: Johanna Müller
Winsen (Aller)

Die Beweise hängen bei den Hofmanns in Südwinsen an der Wand: Grüne, Silberne, Goldene und Diamantene Hochzeit – all das hat das Paar schon gemeinsam gefeiert. Jeden der großen Hochzeitstage haben sie in einem Bilderrahmen festgehalten, die nebeneinander hängen. Heute kommen neue Bilder hinzu: Denn Asta und Günter Hofmann feiern mit Familie und Freunden ihre Eiserne Hochzeit.

Vor 65 Jahren haben sie sich das Jawort gegeben. Kirchlich getraut wurden sie in der Johannes-der-Täufer-Kirche in Winsen. Ein Schwarz-Weiß-Foto erinnert an diesen Tag, an dem Asta bereits ihren Erstgeborenen unter dem Herzen trug. Im Mai 1950 kam Rolf zur Welt. Vier weitere Kinder bekam das Paar: Elke, Harald, Günter und Torsten.

Heute haben sie insgesamt sieben Enkel und acht Urenkel. Hochzeitsbilder der Kinder und Enkel hängen im Wohnzimmer direkt unter Hofmanns Hochzeitsbildern – auch die der zweiten Hochzeiten. „Wir wurden auch schon gefragt, wie wir das machen“, sagt die Eiserne Braut. Und was ist ihr Geheimnis? „Wir streiten uns nicht – wir haben meistens die gleiche Meinung“, sagt Asta Hofmann. „Und wenn nicht, dann wird das besprochen“, ergänzt ihr Mann.

Es scheint, als passen die Hofmanns einfach zusammen. So simpel kann es sein. Und so unkompliziert war auch ihr Kennenlernen. Asta Mönnich ist Günter Hofmann zum ersten Mal 1948 beim Ernteball in Oldau aufgefallen. Er stand unter den Eichen vor dem ehemaligen Gasthaus Sutmüller, heute Ratsklause, als Asta an ihm vorbeiging. „Die ist ja hübsch“, sagte er zu seinem Freund, der zufällig ihr Cousin war. Er verriet ihm ihren Namen und als sie zurückkam, rief Günter: „Asta, magst`n Schnap‘?“

Damit war das Eis gebrochen. Sie haben die ganze Nacht getanzt und die Oldauer Jungs brachten die Mädchen zu Fuß nach Winsen. Seitdem sind die zwei unzertrennlich. Zwei Jahre später wurde geheiratet. Der 18-jährige Günter brauchte dafür noch die Unterschrift seines Vaters, Asta war bereits 21 Jahre alt und somit volljährig.

Sie blieb zu Hause bei den Kindern. Er arbeitete, zunächst bei Bauern, dann auf dem Bau und bei der Bahn und schließlich als Transportsanitäter. Von da an war der heute 83-Jährige immer in Bereitschaft. „Wenn er weg war, blieb ich am Telefon“, sagt seine Frau, denn die Notrufe gingen bei ihnen ein. Seit 1987 ist er in Rente – doch nicht untätig. „Mein Mann hat alles am Haus selbst gemacht, er hat gerne gebaut und gebastelt“, sagt die 87-Jährige. Außerdem backt ihr Günter, zum Hochzeitstag gibt es seine berühmte Himbeer-Sahne-Torte.

Sie ist gerne Fahrrad gefahren und hat die CZ verteilt. „Das hat mir Spaß gemacht.“ Die gebürtige Winserin kennt jede Ecke in dem Ort. Gemeinsam waren die Hofmanns aktiv im Schützenverein Süd- und Neuwinsen. Und so manche Feier ging nach dem Tanz in der Gaststätte bei ihnen weiter. Gerne erinnert sich Asta an diese Jahre: „Bei uns war immer Zulauf. Das war eine schöne Zeit.“

Von Johanna Müller