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Winsen Ex-Politiker empört nach Burghardi-Fiasko in Winsen
Celler Land Winsen Ex-Politiker empört nach Burghardi-Fiasko in Winsen
17:06 23.06.2017
Von Simon Ziegler
Winsen (Aller)

Sie selbst habe Dirk Burghardi stets als Ausbund der Integrität kennengelernt. "Er war immer um Neutralität und Sachlichkeit bemüht. Mehr als 20 Jahre erfüllt er seine Pflicht der Gemeinde gegenüber. Nie, und ich meine wirklich nie, kamen aus irgendeiner politischen Ecke irgendwelche Beschwerden", sagte Tanke. "Dass so ein korrekter Beamter nun auf einmal zum Bauernopfer eines untereinander rivalisierenden Rates geworden ist, finde ich skandalös und zutiefst beschämend", erklärte Tanke, die von 2011 bis 2016 im Gemeinderat gesessen hatte. Es sei feige gewesen, in geheimer Wahl gegen Burghardi zu stimmen. Sie sprach von einer "infamen Intrige".

Am Dienstag hatte eine Mehrheit im Gemeinderat völlig überraschend dafür gesorgt, dass Burghardi nicht gewählt wurde. Auch der langjährige Ratsherr Julius Krizsan meldete sich zu Wort. "Das ist die alternative Politik für Deutschland: Mit fadenscheinigen, falschen Argumenten sich nicht an Absprachen halten und Politik auf dem Rücken verdienter Mitarbeiter machen. Pfui", kommentierte Krizsan das Vorgehen der AfD. Deren Vertreter sollen vor der Wahl signalisiert haben, Burghardi zu wählen. Fraktionschefin Susanne Rotermund hatte danach im Rat erklärt, dass es sich die AfD anders überlegt habe. Dieser Schritt kam für die Verwaltungsspitze um Bürgermeister Dirk Oelmann völlig überraschend. Er hätte Burghardi niemals vorgeschlagen, wenn er sich nicht sicher gewesen wäre, dass er eine Mehrheit bekommt, sagte er.