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Winsen Feiert Meißendorf sein Heideblütefest ohne Heideblüte?
Celler Land Winsen Feiert Meißendorf sein Heideblütefest ohne Heideblüte?
18:47 19.07.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Anne Friesenborg
Meißendorf

Und die Blüte wird wohl kürzer ausfallen als in anderen Jahren, möglicherweise nur wenige Wochen. Das Meißendorfer Heideblütenfest geht am letzten August-Wochenende über die Bühne.

Bei der Dorfgemeinschaft in Meißendorf stellt man sich bereits darauf ein, dass die Zeremonie der neuen Königin in der Heide – Höhepunkt des jährlichen Festes – wohl deutlich magerer ausfallen wird als sonst. „Einen Traum in lila werden wir auf jeden Fall nicht bekommen“, sagt Kerstin Riechmann, Sprecherin der Dorfgemeinschaft. Üblicherweise blüht die Heide von Anfang August bis Mitte September.

Am Mittwochabend trafen sich Helfer der Dorfgemeinschaft zum Arbeitseinsatz in der Heide. Die Schösslinge von Kiefern und Birken wurden herausgezogen, damit die Heide zum Fest in besonders gutem Zustand ist. Doch die Zeichen stehen auf Dürre. „Es sieht ziemlich übel aus“, berichtet Riechmann, „wenn es jetzt nicht mehr regnet, gibt es nur kurze Zeit eine Blüte“. Denn die kleinen Blüten vertrocknen.

Riechmann kann sich nicht daran erinnern, dass die Heide wenige Wochen vor dem Heideblütenfest jemals in einem so schlechten Zustand war. Die Hoffnung aufgegeben haben die Meißendorfer aber noch nicht. Sollte es in den kommenden Tagen und Wochen ordentlich regnen, könnte es vielleicht doch noch ein lila Farbenspiel geben. Den Wettervorhersagen zufolge sollen die Temperaturen aber weiter nach oben klettern. Regen bleibt wohl Mangelware. Klar ist aber, dass in Meißendorf auf jeden Fall gefeiert und eine neue Königin gekürt wird – mit oder ohne Heideblüte. Die Blütenknospen sind wegen der Trockenheit gar nicht ausgebildet oder sehr klein, bestätigt Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. Es werde in diesem Jahr Bereiche geben, in denen es gar nicht blühen wird, sagt er. Manche Flächen seien vertrocknet, könnten sich aber noch regenerieren, wenn es regnet. „Die Heidepflanze ist sehr robust und durch die sandigen Böden Trockenheit gewohnt“, so von dem Bruch. Er erwartet eine „dezente, fleckige Blüte“. Die Felder würden je nach Lage unterschiedlich anfangen zu blühen. „Nordhänge und Flächen an Wasser oder Mooren werden besser blühen“, schätzt er die Lage ein.

Schlecht sieht es derzeit für den Wacholderwald bei Schmarbeck aus. In der Misselhorner Heide bei Hermannsburg ist die Prognose besser. Am Wietzer Berg in der Nähe von Müden und in der Oberoher Heide ist im Moment von einer Mischung aus vertrockneter und grüner Heide die Rede.

Dass dieses Jahr die Heide weniger blühe als sonst, ist für den Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH die Quittung für das gute Wetter. Negative Auswirkungen auf das Tourismus-Geschäft gebe es bisher überhaupt nicht. „Wir sind so gut wie ausgebucht“, sagt von dem Bruch. Die sommerlichen Temperaturen hätten in diesem Jahr für sehr gute Zahlen bei Hotels und Pensionen gesorgt. Erst wenn über Jahre die Heide gar nicht oder nur wenig blühen würde, müsste man sich ernsthaft Sorgen machen.

Die Chronik auf der Ortstafel zeigt den letzten Eintrag für das Jahr 1991 an. Damals wurde die alte Steddener Schule zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Ein paar Jahre vorher beging der Ort seine 750-Jahr-Feier. Doch es gibt auch neues Leben in dem alten Ort. Bald findet ein Weinfest statt.

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