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Winsen Feine Kunst statt Handelsware: Adventsmarkt in Winsen
Celler Land Winsen Feine Kunst statt Handelsware: Adventsmarkt in Winsen
18:31 30.11.2010
Mit einer Spekulatius-Maschine versorgte Werner Willems die Besucher mit Keksen. Quelle: Gert Neumann
Winsen (Aller)

Das Angebot der Aussteller deckte alle erdenklichen Formen ab – von aufwendigen Deko-Objekten bis hin zu feiner Handwerkskunst mit praktischem Wert. So bot Katharina Kaltenbach aus Gernrode nahe Quedlinburg ihre buchbinderischen Arbeiten an. Der weite Weg nach Winsen würde sich für sie auf jeden Fall lohnen: „Ich finde den Markt sehr schön. Hier wird keine Handelsware angeboten und das Publikum schätzt das“, erläuterte sie. Gleich mehrere Besucher drängten sich um die abgewetzten Lederkoffer, aus denen sie ihre geschlossenen Klemmbretter, Sammelmappen und Bücher verkaufte. „Meine Arbeiten sprechen Kunden an, die schöne Dinge mögen, sie aber auch praktisch einsetzen wollen“, sagte Kaltenbach.

Ein Stockwerk tiefer präsentierte Christine Schreiber-Schönherr aus Bannetze ihre Keramik-Nachbildungen von Vögeln, während die Klöppel-Gruppe um Marietta Bühring aus Müden den Besuchern des Adventsmarktes ihr Handwerk näher brachte. Mit spindelförmigen Spulen aus Holz und dem daran aufgewickelten Garn fertigt sie regelmäßig Spitzen. Die Arbeit sei dabei sehr aufwändig und erfordere viel Geschick: „Dafür habe ich zehn Stunden gebraucht“, sagte sie und zeigte auf eine feine Schleife, die einen Servietten-Ring ziert.

Der Duft nach frischem Gebäck lockte eine Vielzahl Besucher in die kleine Weihnachtsbäckerei von Werner Willems. Ob Spekulatius, Stollen oder Spritzgebäck – „lecker“ urteilten die Besucher jedes Mal, wenn der Bäcker seine Teller mit dem Gebäck herüberreichte. Um Nachschub kümmerte er sich mit seiner Spekulatius-Maschine, mit der er immer wieder Blech um Blech mit den Keksen füllte.

Von Christian Uthoff