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Winsen Finanzspritze für Winser Vereine
Celler Land Winsen Finanzspritze für Winser Vereine
21:05 21.09.2016
Von Simon Ziegler
Symbolische Übergabe: Nina Riemann-Lindhorst (Mitte) überreichte Schecks an Matthias Bortels und Jan Schulte-Frankenfeld vom Schützenverein Meißendorf, Mowi-Chefin Britta Hesse, Büchereileiterin Karin Skradde, Marc Bornstedt vom SSV Südwinsen und Sven Krüger vom Akkordeonverein (von links). Quelle: Michael Schäfer
Winsen (Aller)

Zur Einweihung eines neuen Bürotraktes sowie des Konferenzgebäudes in Schmalhorn hatte die Familie Lindhorst im Juni Freunde, Vertreter der heimischen Wirtschaft sowie der Politik mit der Bitte eingeladen, von Sachgeschenken Abstand zu nehmen und dafür Geld zugunsten des Winser Förderfonds zu spenden. Dabei kamen 15.000 Euro zusammen, die von dem Vergabegremium an die fünf Empfänger verteilt wurden.

"Für uns war es immer wichtig, die Jugendarbeit zu fördern. Das liegt uns am Herzen", sagte Nina Riemann-Lindhorst am Rande der Scheckübergabe. Der Förderfonds, der von der JLW Holding AG bestückt wird, besteht seit dem Jahr 2009. Seitdem wurden mehr als 180.000 Euro ausgeschüttet. Gefördert wurden Projekte von Sport-, Musik- und Kulturvereinen sowie von Schulen. Auch in Not geratene Menschen und soziale Initiativen wurden berücksichtigt. Die Mobile Jugendarbeit hat im Laufe der Jahre etwa 25.000 Euro erhalten.

Wer berücksichtigt wird, entscheidet nicht die Lindhorst-Gruppe, sondern das Vergabegremium. Darin sitzen derzeit Bürgermeister Dirk Oelmann, Wolfgang Hoffmann und Friedrich-Wilhelm Falke als Vertreter der Politik, Pastor Mirco Kühne sowie Jürgen Lindhorst junior.

Falke führte am Dienstag aus, dass bisher 81.000 Euro im Bereich Jugendarbeit in Sportvereinen geflossen seien. 45.000 Euro wurden für soziale Hilfen überwiesen. Geld gab es zum Beispiel für Bedürftige im Rahmen der CZ-Aktion "Mitmenschen in Not", kirchliche Vorhaben, auch Beerdigungskosten wurden übernommen. Kindergärten und Schulen wurden bisher mit 23.000 Euro, Musik und Kultur mit 22.000 Euro und Hilfsorganisationen wie DLRG, Rotes Kreuz und Feuerwehren mit 9000 Euro bedacht. Jedes Jahr werden rund 30.000 Euro ausgeschüttet.

"Das ist eine Hilfe, ohne die ginge es fast gar nicht mehr. Wir werden jedes Jahr unterstützt", sagte Büchereileiterin Karin Skradde. Mit den 3000 Euro sollen in erster Linie Bücher für Flüchtlinge und Migranten als Lehr- und Lernmittel angeschafft werden.