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Winsen Flüchtling steuert Winser Bürgerbus
Celler Land Winsen Flüchtling steuert Winser Bürgerbus
07:05 14.02.2018
Von Simon Ziegler
Mohammed Al Hamdani ist wohl der einzige Flüchtling im Kreis Celle, der am Steuer eines Bürgerbusses sitzt. Quelle: Anne Friesenborg
Winsen (Aller)

Der 31-Jährige ist Iraker. 2015 flüchtete er mit seinem damals minderjährigen Bruder vor dem Krieg und dem IS-Terror aus seinem Heimatland in Richtung Europa. Seine Frau und seine zwei Töchter, heute vier und sieben Jahre alt, musste er in Bagdad zurücklassen. Über Mazedonien und Griechenland kam Mohammed Al Hamdani in München an. Schließlich strandete er in Celle. Er wurde nach Winsen geschickt, wo er seitdem lebt. Der Iraker lernte Deutsch und versuchte beruflich Fuß zu fassen. „Er war der erste Flüchtling, den wir im Arbeitsmarkt vermitteln konnten“, sagt die Winser Integrationsbeauftragte Karina Ibrahimova. Der gelernte Metallbauer machte Praktika und fand vorübergehend einen Job.

Die Integrationsbeauftragte stellte den Kontakt zum Bürgerbusverein her. Mohammed Al Hamdani sollte mehr in Beziehung zu Deutschen treten. Der gelernte Metallbauer erwarb im Juli 2017 den Führerschein. Jetzt hat er auch die Prüfung für den Personenbeförderungsschein bestanden.

Am Montag stand seine zweite Tour im Winser Bürgerbus an. Fahrgäste beschrieben den neuen Fahrer als freundlich und selbstbewusst. „Ich bin arbeitslos und habe den Führerschein gemacht. Ich möchte fahren, mit dem Bürgerbus kann ich das umsetzen und es macht mir richtig Spaß“, sagt er. Den Bus fährt er wie die anderen Fahrer ehrenamtlich. Es gibt nicht mal eine Aufwandsentschädigung. Der Iraker macht es gerne: „So lerne ich die Menschen hier besser kennen und ich kann der Gemeinde etwas zurückgeben.“

Momentan wird der neue Fahrer noch von Julius Krizsan begleitet. Mohammed braucht ein wenig Unterstützung, was das Streckennetz und die Tickets angeht. Krizsan will so lange mitfahren, bis alles reibungslos funktioniert. „Er ist auf einem sehr guten Weg. Das ist die richtige Form der Integration“, sagt der frühere Ratsherr.

Wieder einmal fand in Wolthausen und Wittbeck das traditionelle Wegefreischneiden statt. Um 8.30 Uhr trafen sich viele freiwillige Helfer der Dorfgemeinschaft aus beiden Ortschaften. Nach kurzer Begrüßung durch Ortsbürgermeister Christian Peters erfolgte die Einteilung der einzelnen Trupps. Es wurden vier Ausschneidetrupps in Wolthausen und ein Trupp in Wittbeck gebildet, danach ging es an die Arbeit.

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Da staunt man ein wenig: In Winsen gab es nicht nur ein Orgelkonzert mit einem ganz besonderen Programm, sondern dieses Konzert war sogar sehr gut besucht. Und das ohne einen internationalen Stargast oder einer sensationellen Orgel. Die kleine, aber durchaus klangschöne und variantenreiche Winser Orgel kann man aber mit der entsprechenden Registrierkunst und einer geschickten Programmzusammenstellung gut zum Klingen bringen. Und genau das geschah am vergangenen Dienstag, als der in Kopenhagen lebende Österreicher Michael König ein locker moderiertes Programm unter dem Motto „Heiter und so weiter“ spielte.

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Es könnte die erste Städtepartnerschaft von Winsen werden: Die Celler Westkreis-Gemeinde denkt darüber nach, eine Partnerschaft mit dem schwedischen Vikarbyn einzugehen. Winser Bürger, die im Ziegenzuchtverein organisiert sind, haben seit über 50 Jahren enge Kontakte nach Schweden, sagt Bürgermeister Dirk Oelmann. Aus dem Verein sei die Idee der Partnerschaft gekommen. Er habe der Politik den Vorschlag vorgestellt. "Man steht dem offen gegenüber", erklärt Oelmann. Entschieden ist aber noch nichts.

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