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Winsen Freibad Eschede braucht Rettungsring
Celler Land Winsen Freibad Eschede braucht Rettungsring
18:52 22.03.2018
Von Simon Ziegler
Das Freibad Eschede braucht einen Rettungsring: Bürgermeister Günter Berg und die scheidende Freibad-Geschäftsführerin Christine Fleger wollen die Freizeiteinrichtung erhalten. Quelle: Joachim Gries
Winsen (Aller)

Doch die personelle Lage ist prekär: Es fehlt nicht nur ein ehrenamtlich tätiger Geschäftsführer an der Spitze des Bades, auch die Stelle des Schwimmmeisters ist vakant. Und ein Kioskpächter, der fehlt auch.

Eigentlich sollte in dieser Woche der neue Geschäftsführer der Betreiber-Gesellschaft präsentiert werden. Gemeinde und Gesellschaft waren in aussichtsreichen Gesprächen mit einem potentiellen Schwimmbad-Chef. Doch der Kandidat sprang ab. Er wollte nicht ohne Personal für den Badebetrieb starten. Das Problem: Der Markt der Schwimmmeister ist leergefegt. Der Job gilt vielen als nicht besonders attraktiv, weil Schwimmmeister häufig nur während der Sommermonate angestellt werden und sich jeden Winter arbeitslos melden müssen.

Bei den Verantwortlichen in Eschede ist von einer dramatischen Situation die Rede. „Für uns hat das Bad einen hohen Stellenwert“, sagt Bürgermeister Günter Berg, „es wäre ein schlimmes Signal, wenn das Bad zugemacht werden müsste“. Ortsbürgermeisterin Stephanie Bölke, die in der Schwimmbad-Gesellschaft die Gemeinde und den Gewerbeverein vertritt, betont: „Die Schließung wäre ein Riesenverlust. Das Schwimmbad ist auch ein wichtiger kommunikativer Treffpunkt.“

Inzwischen gibt es Signale seitens des Rathauses, dass es denkbar wäre, den Schwimmmeister in den Wintermonaten bei der Kommune zu beschäftigen, zum Beispiel im Bauhof. Für die langjährige Geschäftsführerin Christine Fleger, die auch als Schwimmmeisterin tätig war, der richtige Schritt: „Ein Schwimmmeister muss im Winter eine Perspektive haben.“

Fleger hatte den Gesellschaftern im Sommer 2017 mitgeteilt, dass sie ihr Amt als Geschäftsführerin nach neun Jahren zum 31. März aus beruflichen Gründen aufgibt. Nachdem die Gespräche mit ihrem potentiellen Nachfolger gescheitert sind, ist sie in der Gesellschafterversammlung am Dienstag kommissarisch für einen weiteren Monat bis Ende April mit der Geschäftsführung beauftragt worden.

Immerhin gibt es gute Nachrichten in Sachen Finanzen. Der Verein der Freunde und Förderer des Freibads hatte im Februar beschlossen, das in den vergangenen Jahren aufgelaufene Defizit auszugleichen und auch künftige Löcher zu stopfen. Die Gemeinde ihrerseits hat den Betriebskostenzuschuss um 20 Prozent auf 36.000 Euro angehoben.

Trotz der ungewissen Zukunft haben im Bad die Saisonvorbereitungen begonnen, damit Geschäftsführer und Schwimmmeister sofort durchstarten können – sofern sie gefunden werden. Im April wird es wieder Arbeitseinsätze mit ehrenamtlichen Helfern geben, die die Grünanlagen in Schuss bringen. Das Freibad Eschede hat ein breites Angebot für seine Gäste und ist barrierefrei. Neben dem „Kerngeschäft“ Baden und Schwimmen gibt es viele Attraktionen wie Boule, Hüpfkissen, Sandspielfläche mit Kletterturm, Beachsoccer und -volleyball sowie Wasserspielgeräte. Das Bad besuchen jedes Jahr rund 15.000 Besucher. Sie alle müssen jetzt hoffen – und können mithelfen – , dass Verein, Gesellschafter und Gemeinde kurzfristig eine Lösung finden.

Abriss im Winser Ortskern: Am Montag ist eine Scheune an der Poststraße abgerissen worden. "Das Holz ist bereits abtransportiert", sagte Heiko Schrader, Geschäftsführer der Firma "S&K Bauregie". Gestern wurde schließlich noch die Betonplatte aufgerissen und entsorgt.

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Der Wolf brauche Grenzen, er habe in Städten und Dörfern nichts zu suchen, fordern die einen. Man müsse die Gefahrenlage nicht derartig dramatisieren, finden andere. Nach mehreren Sichtungen in der Gemeinde ist der Wolf derzeit eines der meistdiskutierten Themen in Winsen. „Hier stehen sich zwei Lager gegenüber, und ich kann die konfrontativen Positionen verstehen“, sagte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Dienstag beim Bürgerdialog in der Fleischerei Kleinschmidt. Tatsache sei allerdings: „Der Wolf ist hier und bleibt auch hier.“ Man dürfe das Thema nicht „hypen“ – aber auch nicht kleinreden.

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