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Winsen Fünf Kirchengemeinden feiern gemeinsam in Winsen
Celler Land Winsen Fünf Kirchengemeinden feiern gemeinsam in Winsen
19:48 21.05.2015
So sah die Winser Kirche vor etwa 100 Jahren aus. Winsen war um 1900 das größte Kirchspiel in der Landeskirche. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Winsen (Aller)

„Bei den Vorbereitungen sind wir auf der Zielgeraden angekommen“, sagen übereinstimmend Pastor Mirco Kühne und Jochen Köhler, die mit einem Arbeitskreis die einzigartige Veranstaltung organisieren. Unter dem Motto „Wege, die zur Kirche führen“ wird dokumentiert, dass früher 21 Ortschaften zur Kirchengemeinde Winsen gehörten. Sie erstreckte sich einst über 28.767 Hektar, auf denen nur 5239 Menschen lebten. Heute sind zwischen Hambühren und Jeversen, Walle und Rixförde mehr als 31.000 Menschen zu Hause. Doch in den vergangenen 100 Jahren sind im Kirchspiel Winsen drei weitere Kirchengemeinden entstanden: Hambühren, Oldau und Wietze. Feuerschützenbostel und Hassel schlossen sich Sülze an.

Alle fünf Kirchen mit Winser Ursprung beteiligen sich am 5. Juli an einem Regionalgottesdienst. An diesem Tag predigt Pastor Kühne in Winsen. Kühne will sich noch nicht in die Karten gucken lassen, wie er den Gottesdienst gestalten möchte. „Humorvoll und tiefsinnig wird es werden“, sagt er, „wir werden erörtern, wie und warum sich das kirchliche Leben verändert hat.“

Der Clou am 5. Juli dürfte sein, dass viele Gottesdienstbesucher in historischer Kleidung erscheinen und entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Kutsche zur Kirche kommen. Wann und wo der Kirchgang an diesem Tag beginnt, wissen die Ortsbürgermeister, die sich an der Festvorbereitung beteiligen. Hans-Hermann Lindhorst ist sich sicher, dass mindestens 14 Kutschen vorfahren werden.

August Lammers, der für die Ausstellung zuständig ist, zeigt auf einer historischen Karte die Kirchwege auf, die sternförmig nach Winsen führten und zum Teil noch heute einen entsprechenden Namen tragen. Im Vorraum der Kirche werden historische Bibeln, Gesang- und Andachtsbücher zu sehen sein. Die Sonntagskleidung, die um 1900 herum beim Kirchgang getragen wurde, wird mithilfe von Schaufensterpuppen präsentiert. Das Festprogramm beginnt am 4. Juli um 17 Uhr mit der Ausstellungseröffnung. Am 5. Juli folgen auf den Gottesdienst (10 Uhr) ein gemeinsames Mittagessen (Anmeldung in den Kirchenbüros ab 1. Juni) und Kutschfahrten durch Winsen.

Von Klaus von der Brelie